Im halbdunklen Zimmer wachte ich auf. Unsere Zimmergenossin Ruth war schon gegangen, ihr Gepäck verschwunden – wahrscheinlich setzt sie ihre Radtour fort. Doch das vierte Bett im Raum war jetzt belegt. Eine junge Frau lag darauf und schnarchte laut. Während Lisa noch schlief, beendete ich meinen Constanta-Artikel.

Kategorie: 2013
Wir haben einen Bekannten getroffen!
Ein kleiner Nachtrag aus Krakau – dort trafen wir nämlich Eduard Khil!
Tschüss Omi, Hallo Meer!
Der heutige Tag begann entspannter und vorallem später als gestern. Kurz nach 9 klingelte der Wecker im Schlafzimmer der Omi, wir packten unsere Rucksäcke und wollten eigentlich so schnell wie möglich raus aus ihrem Revier. Im Bad taten wir das Nötigste, innerhalb von 20 Minuten war alles fertig. Doch die liebe Elena konnte uns natürlich nicht einfach gehen lassen, ohne noch einmal das Zimmer frei von Klopfzeichen zu betreten (so ganz nach dem Motto: „Es ist ja meine Wohnung“). „Автобус Александру“ schrie sie uns ins Gesicht. Wir verstanden mal wieder nur Bahnhof und ließen sie schreien. Wahrscheinlich wollte sie uns mitteilen, dass wir schon längst ein Ticket am Bahnhof hätten kaufen und nicht noch faul auf ihrem Bett lungern sollen. Sie schnappte sich unseren Schlüssel und verabschiedete sich. Zumindest von Paul. Auch Alex ließ sich noch einmal blicken und sagte ebenfalls auf Wiedersehen.
Zumindest zu Paul. Entweder ist es in diesem Land nicht üblich, Frauen die Hand zu schütteln, oder diese Familie hatte etwas dagegen, dass Paul und ich uns noch nicht für den Bund der Ehe entschlossen haben.
Endlich am Meer
Das Schwarze Meer war unser Ziel, doch um von Brasov dorthin zu gelangen muss man bereit sein, einige Strapazen auf sich zu nehmen. Also standen wir um 4 morgens auf. In unserem Hostel waren soeben die letzten Partygänger heimgekehrt und ins Bett gefallen, da klingelte unser Wecker. Um die Anderen nicht mehr als nötig zu belasten, waren unsere Rucksäcke gepackt, Kleidung für den Tag, sowie Zahnbürsten bereitgelegt und wir mussten nur noch aus dem Zimmer schleichen.
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Bus Burg Bus Burg Kaufen Kochen Essen
Der heutige Tag begann gegen 9 Uhr. Nach unserer Zeit – in der Heimat wäre es wohl erst um 8 gewesen. Wir standen auf, warteten bis das nahe gelegene Badezimmer frei wurde und machten uns schön. Wir hatten in dieser Nacht sehr gut geschlafen, aber trotzdem fühlte ich mich müde und zerknittert. Als wir die Küche zum Frühstück betraten, wurden wir direkt von einem Mädchen angesprochen, die wohl in unserem Alter zu sein schien*. Ob wir aus der Nähe von Chemnitz kommen, wollte sie wissen. Wir bejahten und setzten uns zu ihr. Sie erzählte von einer Freundin aus Sachsen, die wohl genau die gleiche Stimme wie ich haben soll. Sie berichtete davon, wie sie nun seit 2 Monaten durch Osteuropa reist und noch Einen vor sich hat und wir beratschlagten, was man sich noch so anschauen könnte. Es war sehr interessant, ihr zuzuhören – vorallem, weil wir so viele Erlebnisse teilen.
Auf der Suche nach Sirius Black
Die Nacht war eine Mischung aus eingetroffenen Erwartungen und überraschenden Wendungen. Die wackelnden Wände der Bahn hielten mich etwas vom Schlafen ab, während Paul sich daraus überhaupt nichts machte. Innerhalb von Sekunden war er im Land der Träume – und blieb dort bis zur Grenze. Dort kamen sie dann. Die Dementoren*. Zuerst im äußersten Ungarn. Dann in Rumänien. Der Zug hielt, man hörte tiefe, dunkle Stimmen, es klopfte, die Tür ging auf und die Lichter an. Dann stand er vor uns. Juliens Vater**. Der Dementor sprach klar und fast deutlich: „Passport Control“. Wir taten, was er verlangte und hielten ihm unsere Ausweise unter die Nase. Anscheinend sahen wir unserem biometrischen Foto ähnlich genug und er ging.



