Die Nacht war eine Mischung aus eingetroffenen Erwartungen und überraschenden Wendungen. Die wackelnden Wände der Bahn hielten mich etwas vom Schlafen ab, während Paul sich daraus überhaupt nichts machte. Innerhalb von Sekunden war er im Land der Träume – und blieb dort bis zur Grenze. Dort kamen sie dann. Die Dementoren*. Zuerst im äußersten Ungarn. Dann in Rumänien. Der Zug hielt, man hörte tiefe, dunkle Stimmen, es klopfte, die Tür ging auf und die Lichter an. Dann stand er vor uns. Juliens Vater**. Der Dementor sprach klar und fast deutlich: „Passport Control“. Wir taten, was er verlangte und hielten ihm unsere Ausweise unter die Nase. Anscheinend sahen wir unserem biometrischen Foto ähnlich genug und er ging.
Wilde Reise durch die Nacht
Es war morgens um 8, als wir in Zilina
erwachten. Wir nahmen die Wäsche ab, packten unsere Rucksäcke, machten uns fertig und aßen unsere letzten 5ct Brötchen aus dem Tesco mit Wienern und Ketchup. Es würde ein langer Tag werden, das war uns klar. Ziel: Die rumänische Stadt Brasov in Transilvanien. Reisedauer:
Sport frei!
Die Rezeptionistin unserer Edelunterkunft kann Englisch. Bedauerlicherweise jedoch nur so gut, wie ich Russisch – also eher medium schlecht. Deshalb dauerte es auch einige Minuten, bis sie meine Frage, ob es einen Bus in die Berge zum Wandern gäbe, bzw. wann und wo dieser fährt, verstanden hatte (folgendes Wort führte zum Erfolg: Автобус). Vorher zeigte sie mir ausführlich Prospekte und Karten der Region, was insofern gut war, als das ich dadurch lernte, dass der Ort Terchova wohl der geeignetste für unsere Wanderambitionen ist. Meine eigentliche Frage wurde dann übrigens ganz schnell beantwortet – ja gibt es, am Busbahnhof gleich um die Ecke und die Abfahrtszeiten stehen im Internet: www.cp.sk
„Berschick? No reservation, but we have rooms.“
Der Morgen begann, wie der Abend endete. Mit rumwuselnden Spaniern, Stimmengequirl vor dem Fenster und Regen. Das Gewitter hatte in der Nacht über der Stadt gewütet und die Luft hatte sich dadurch erheblich abgekühlt. Zu unserem Glück, denn heute standen wieder knapp 7 Stunden Zug fahren auf dem Plan. Und da tat der kühle Wind unseren Gemütern ganz gut.
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Duschen ist ihr Hobby
Katschong! Badong! Kladadabusch! So könnte man die Geräusche beschreiben, die wir heute früh durchs Fenster vernahmen. Müllcontainer wurden abgeholt, Cafes und Restaurants räumten ihre Tische und Stühle hinaus und die ersten Touristen schlenderten über den Marktplatz. Zu jeder vollen Stunde ertönte die Trompete vom Kirchturm. Willkommen in Krakau*.
Sagten wir was von größtem Abenteuer schon erlebt?
Alles begann in unserem schönen Doppelzimmer in Ilawa. Die Sonne schien, die Bahnarbeiter waren schon wieder auf ihren Baustellen, das Haus war still und wir ausgeruht. Der Wecker klingelte uns gegen viertel 8 aus den Betten, wir duschten und packten unsere Sachen zusammen. Im Lidl nebenan versorgen wir uns mit Wasser, Obst, Käse, etwas Wurst und Brötchen. Wir hatten Glück, der Supermarkt öffnete um 8 und wir konnten mit der frühmorgendlichen Masse durch die Gänge strömen. Dieser Lidl hat zur Öffnungszeit mehr Kunden, als Läden in Crimmitschau kurz vor Weihnachten. Aber das nur am Rande. „Sagten wir was von größtem Abenteuer schon erlebt?“ weiterlesen
Reisezeitüberbrückung
Der Intercity von Ilawa nach Krakow benötigt knapp 7 Stunden. Und in diesen sieben Stunden braucht man Beschäftigung, denn nicht jedes Mal trifft man auf so nette Leute wie auf der Fahrt nach Danzig.
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