Stranraer. Sprich „Stranraar“, nicht „Stränrär“

IMG_20140809_132539Und damit endet das erste Kapitel. Unser Aufenthalt in Irland (bzw. auf der Insel Irland) endete mit der Überfahrt nach Schottland. Doch fangen wir lieber da an, wo der Tag für uns begann: Im Zimmer 10 des Lagan Backpacker Hostels in der Fitzroy Ave.

Von den sechs Betten waren drei schon leer, als wir aufstanden: Das junge englische Pärchen startete schon um 5 zum Flughafen und unser bulgarischer Terrorist ging kurz vor und aus dem Zimmer, weil sein Handy klingelte (oder „will sein Handy klinfekte“, wie die Autokorrekturfunktion meines Handys zu sagen pflegt).
_MG_8901Im Frühstücksraum trafen wir noch ein letztes Mal auf Rolf und Robert, die Radler aus Radebeul, die ebenfalls abreisen wollten. Wir orderten Bacon&Egg (scrambled natürlich) und checkten anschließend aus. Um zum Hafen zu kommen, brauchten wir leider ein Taxi. Die Fahrt dauerte etwa 15 Minuten und kostete uns 11£ (inkl. Trinkgeld).
Ich parkte die etwas angeschlagene Lisa in der Wartehalle des Fährterminals und kaufte die erstaunlich günstigen Tickets. Beim Check-In konnten wir noch eine Zeitung abstauben (keine Sorge Opa, ich hebe sie dir auf) und gingen an Bord der Superfast IV, wo wir die komplette Überfahrt auf dem sonnigen Sonnendeck verbrachten, Menschen beobachteten und Spongebobeis* aßen.
Das tolle Wetter der Überfahrt nahmen wir mit nach Schottland. Die grünen, gut beschaften* Wiesen, rauen Felsen und das ruhige Loch Ryan begeisterten uns auf den ersten Blick. Mit unserem privaten (wir waren die einzigen Fahrgäste) Elektrobus ging es zum Bahnhof von Stranraer, der am stillgelegten Fährhafen liegt.

That’s were the odyssey began. Wir liefen von Hotel zu Hotel, Bed&Breakfast zu Bed&Breakfast. Standardantwort dort „Oh, I’m so sorry – but there is absolutely no room for you. Have you already tried [anderes Hotel/B&B]? Maybe they have some rooms left.“ Immer den neusten Tipps folgend gelangten wir schließlich zu Lynn, einer netten B&B-Wirtin, die den ganzen Ort
abtelefonierte bis sie endlich ein Zimmer für das „lovely young couple“ fand. Und da ihr das etwas weit weg erschien, holte sie ihr Auto und fuhr uns hin. DAS nenne ich Freundlichkeit.

Graham und seine Frau Sylvia warten schon im Vorgarten und gaben uns Room 4: Ein kleines Schlafzimmerchen mit Wasserkocher, Fernseher, WLAN (!!), Blümchentapete (aber nicht überladen: Stilvoll) und einem riesigen britischen Doppelbett. Als ich noch dachte „Süßes kleines Zimmer“ meinte der etwa 75-jährige: „and here is your bathroom“ und wir merkten: auch der kleine Flur und das riesige, vollausgestattete Bad (mit flauschigem Teppichboden) gehören dazu. Sylvia bot uns noch eine Flasche frische Milch für unseren Tee an, die wir gern annahmen. Ein Paradies (Lisa spricht von einer Puppenstube – und der Vergleich ist nicht besonders abwegig) für 60£.IMG_20140809_152405

Kurze Pause, ein wenig Tee und auf in die „Stadt“. Der Weg dorthin war wunderbar und führte uns an das Ufer des Lochs, wo gerade Hochzeitsfotos (stilecht im Schottenrock) entstanden. Lisa steckte ihr Füße kurz in das klare Wasser und dann begann unsere Ortsrunde. Vorbei an Kirche, Castle und Einkaufsstraße liefen wir zu Morrissons und deckten uns mit Lebensmitteln (billiger als Irland!) ein, die wir bis auf eine Reiseration im B&B verspeisten.
Mit einer Tasse Tee in der Badewanne, seltsamen Gameshows auf iTV und Star Wars Episode VI ging der erste Tag in Schottland vorüber. Schön wars.

*Was möchte ich damit sagen? Ideen bitte in die Kommentare.

3 Gedanken zu „Stranraer. Sprich „Stranraar“, nicht „Stränrär“

  1. Adventure Irland finished, seems to me just in time relating your start with a comfortable „dwelling“ . Furthermore good luck and fun looking forward to familiy contact. With satisfaction I read that you had in mind „my paper-wisch!“. We do enjoy your detailed reports! 0 & 0

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