Gestern war ein seltsamer Tag. Aufgewacht im strömenden Regen – die Wäscheleine vorm Zelt fiel mir auch erst nach einigen Minuten ein – bauten wir in einer Regenpause das Zelt ab, zahlten unsere 5700 und marschierten zur Metro. Und von jetzt an passierte fast alles nur noch im Zug. Mit der M3 zur M2 (Umstieg in einer unausprechbaren Station – erinnert mich immer an Star Trek Voyager – Ferengi und so…) und von dort zum Bahnhof Budapest Deli. Der Zug nach Zagreb stand schon an Gleis 10 und wir stiegen auch gleich ein. Auf den bequemen Polstersitzen – vergleichbar mit einem Sofa – sollten wir, mit wechselnden Mitreisenden (unter anderem 2 sehr unästhetische junge Menschen mit einem Hündchen namens Daisy), die kommenden 6,5 Stunden verbringen.
Es ging vorbei am Balaton (dieser Teil der Fahrt war belastend: an fast jedem Bahnhof hielt der Zug – und der Balaton ist seeeehr lang) Richtung kroatischer Grenze wo wir 3 Mal kontrolliert wurden: Von den Ungarn, einer kroatischen Zollfrau mit Haaren auf den Zähnen und von den kroatischen Beamten.
Zagreb rückte dann rapide näher und in der Zeit beobachteten wir einen Brite, der seiner Freundin gewisse … Dinge auf den Oberschenkel malte. Aber er vollbrachte auch eine gute Tat: Mit Eriks Klebeband klebte er eine Tür zu, die vorher regelmäßig gegen unser Abteil schlug und sich regulär nicht verschließen ließ.
ZAGREB. Was soll ich dazu sagen? Ich habe mir die Stadt als relativ graues Örtchen vorgestellt, kam aus dem Bahnhof und war vollkommen fasziniert. Ein großer, gut gepflegter, bunter Park und dahinter eine wundervoll sanierter Stadtkern standen gewissermaßen vor uns. Überall Cafés, Restaurants und vor allem: Hunderte glücklich vor sich hin flanierende, hauptsächlich junge Menschen.
Wir wurden auch sofort freundlich empfangen: Eine Frau führte uns bis zum Geldautomat als wir sie (nur) nach dem Weg fragten und die auch die Kellner der Bar, in der wir speisten, erwiesen sich als sehr hilfsbereit – wir durften Eriks Notebook in den Privaträumen der Bar zum Laden anstecken und sogar die Mitarbeitertoilette benutzen. Nach einem reichhaltigen Menü aus durchaus ortstypischen Versionen bekannter Burger, Palatschinken und 2 verschiedenen, sehr leckeren, lokalen Biersorten waren wir einfach nur glücklich und zufrieden.
Und voller Glücksgefühle quetschten wir uns in einen hoffnungslos überfüllten Nachtzug nach Split. Departure: 22:55Uhr, Arrival: 7:30
Also ideal zum Schlafen. Eigentlich. Im Zug nach Zagreb, einem TAGzug gab es Liegesitze mit Kopfstütze. Der NACHTzug hatte das beides nicht. Geschlafen haben wir, aber mit vielen Unterbrechungen.
Und auch hier sprang mir die Gastfreundlichkeit förmlich entgegen: eine mittelalte kroatische Frau (meine Sitznachbarin zur Rechten) bat mir nicht nur die gemeinsame Armlehne, sondern während einer meiner Wachphasen auch eine saftige Birne (und ein Taschentuch zum Mund abwischen) an.
Bilder folgen später! Immerhin eins ist jetzt da.

gewickelt hat sie dich ni paul oder????????? :D
.. oder gar die brust gegeben… ieeeeeckkkksss :D
Nicht stänkern meine gute! Besorg dir erstmal nen gravatar und dann reden wir weiter ;)