Ziegen im Kofferraum

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Dieses Mal mehr Text und weniger Bild:

Ein weiteres Mal übernahm Lisa das Steuer und ich konnte entspannt vom Beifahrersitz zuschauen wie sie mit ordentlich Schwung einen fast komplett leeren Highway entlangfuhr. Auch an diesem Tag war das eigentliche Highlight der Einkauf im Supermarkt. Mangels vernünftiger Parkplätze beschlossen wir, dass einer das Auto hütet und der andere fix einige Kleinigkeiten im Supermarkt holt. In Lethlakane sieht man wahrscheinlich nur sehr selten Weiße, weshalb ich mich im ersten Supermarkt intensiv mustern lassen durfte. Der Laden war klein und das Angebot ausgesprochen überschaubar, sodass ich nur knapp die Hälfte von dem bekam, was ich holen wollte. Zum Glück muss man sagen, denn ich hatte keinen Korb oder Wagen genommen und hätte mehr auch gar nicht tragen können.

Lisa fuhr uns danach durch den wirren Kleinstadtverkehr (Kühe, Menschen, Ziegen im Kofferraum, schlechte Straßen, …) bis zum Spar-Supermarkt, bei dem leider kein Parkplatz existierte. Wir parkten also vor dem Customer-Center der örtlichen Wasserversorgung und Lisa lief ein paar Meter weiter zum Spar. In den folgenden gut 20 Minuten Wartezeit bot sich mir die Gelegenheit die Prozesse eben jenes Customer-Centers zu beobachten. Alle Besucher mussten sich zuerst in einer Liste (oder so) registrieren und wurden dann auf die verschiedenen Betonflachbauten verteilt, in denen sie meist etwa 10 Minuten verweilten – wenn sie nicht auf den davor befindlichen Sitzbänken warten mussten. Lisas Erlebnisse im Supermarkt (und im Liquor-Store) schildert sie folgendermaßen: “Auch ich konnte den interessierten Blicken der Leute (und vorallem der Kinder) nicht wirklich entgehen, wurde aber von allen Seiten freundlich gegrüßt. Die Auswahl im Spar war deutlich größer und so kaufte ich viel mehr, als ich tragen konnte (Holzkohle, Belag, die einzigen nicht-süßen Brötchen, die ich finden konnte, Fleisch und einiges mehr). An der Kasse konnte ich wieder mit einem freundlichen “Dumela Mma” punkten und hatte beim Hinausgehen direkt noch die Gelegenheit einen Abstecher in den Alkohol-Laden zu machen. Wie ich dann vollbepackt durch die Straßen zum Auto getorkelt bin, muss sehr lustig ausgesehen haben. Auf jeden Fall habe ich bei der Gelegenheit ein paar Muckis bekommen: Denn mir reichten Bier und Wein natürlich nicht – es mussten auch zwei Flaschen Tonic und ein guter Gin her.”

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