Nein, es war nicht der Wecker. Es waren auch nicht die muhenden Kühe auf ihrer Weide. Es war nicht das Schnarchen der Bettnachbarn. Das, was mich weckte, war feucht. Ich schlug die Augen auf und etwas Haariges mit Nase starrte mich an. Der Hund hielt es für anscheinend für wichtig, sich angemessen von uns zu verabschieden. Aber wir nehmen es ihm nicht übel, denn mit einer kurzen Streicheleinheit gab er sich zufrieden und verschwand in die Küche, wo seine Herrchen bereits frühstückten.Wir duschten und räumten unser geschaffenes Chaos um die Betten auf, während wir mit den abreisenden Engländern noch einen kleinen Plausch hielten. Sie
luden uns ein, eine Nacht bei ihnen in Nottingham zu verbringen, woraufhin wir Email und Handynummern austauschen und anboten, ihnen im Gegenzug Berlin zu zeigen, wenn sie in Zukunft Deutschland bereisen würden. Noch ist unklar, ob wir die Einladung annehmen werden (nicht, weil wir nicht wollen, sondern weil wir nicht wissen, ob Nottingham noch in unseren Zeitplan passt) – but we’ll see.
Wir starteten gemütlich in den Tag. Zum Frühstück gab es übriggebliebene Pancakes sowie Trifle und Cornflakes, dazu – wie sollte es anders sein – Tee. Nachdem wir auch die Küche soweit auf Vordermann gebracht hatten, ordneten wir zu guter Letzt unsere Gedanken, bevor wir uns auf eine kleine Wanderung begaben.
Um nicht durchgängig dem Wanderweg auf (!!) der Straße zu folgen, liefen wir durch den Kuh-Schmodder und Matsch ans Ufer. Oder besser das, was davon übrig war. Die Flut hatte ganze Erd- und Grasbrocken einfach weggespült und das, was noch stand, sah gefährlich rutschig aus.

Wir schlenderten am Wasser entlang, sprangen über Graben und stemmten uns eisern gegen den Wind und aufkommenden Regen. In einem Dorf mehrere Kilometer entfernt legten wir eine kleine Pause ein, aßen einen Keks und beschlossen dann umzudrehen, da das Wetter unangenehm in unsere Gesichter peitschte. Vorbei an Kühen und einigen ebenso starken Wanderern, wie wir es sind, erreichten wir unseren Bauernhof. Mit einem warmen Tee kuschelten wir uns aufs Sofa
und schauten eine Folge Sherlock Holmes, um zu entspannen.
Gegen 7 Uhr begrüßten uns die neuen Zimmergenossen: Vater und Sohn aus London (der Papa ursprünglich aus Holland), die in den nächsten Tagen den Hadrians Wall Path bestreiten wollen. Nachdem wir uns telefonisch für den nächsten Morgen zwei Plätze im Taxi-Bus reserviert hatten (sonntags fahren keine regulären Busse), gab es Nudeln und Trash-TV in netter Gemeinschaft. Ein gemütlicher Tag, wir sind eben auf dem Land…
*dient unserer Bauersfrau in wohl allen Lebenslagen dazu, Zustimmung oder Ablehnung auszudrücken

We’ve been reading your blog with interest. Hope that the trifle was up to standard – perhaps not exactly black forest gateaux! Weather better down here in Nottingham. Jeff, our dog, was pleased to see his entry on the blog. Enjoy your travels.
Rosey, Jon & Jeff.
The trifle was very good – thanks again! Hoping you are well. Greetings from Bath, Lisa & Paul