Ein Bad, ein Königreich für ein Bad!

_MG_8542Lisa hat ganz gut beschrieben was in unserem Zimmer los war: Ein volltrunkener Ire schlief pizzaessend ein, seine heimkehrenden Kumpanen stolperten über diverse Rucksäcke und verteilten deren Inhalt im ganzen Zimmer und in Lisas Nachbarbett schnarchte (und furzte!) einer für ganze Nacht. Klingt nach dem Start in einen wundervollen Tag!

Kurz vor 10 warfen wir den Zimmerschlüssel in den Check-out-Briefkasten und gingen in die Küche um unser reichhaltiges Frühstück einzunehmen: labbrige Minibrötchen, eingeschweißten Sandwichkäse und Honey-Irgendwas-Kochschinken. Es war trotzdem irgendwie okay und hat den Hunger gestillt. Nachdem wir uns von unseren Bekanntschaften (Hamburg und Schweiz) verabschiedet hatten, liefen wir zum Bahnhof.

Der Zug (nach Dublin fahrend) war pünktlich und brachte uns nach Kildare. Von dort brachte uns ein weiterer Zug (von Dublin kommend) nach Portlaoise, wo ein Zug (von Dublin kommend*) uns nach Limerick Junction, einen Bahnhof im Nirgendwo, brachte. Der letzte Zug stand hier schon bereit (und weder kam er aus, noch fuhr er nach Dublin – YEAH!).

Limerick, das lässt sich eindeutig sagen, ist die bisher am wenigsten schöne Stadt. Man sieht ihr und ihren Einwohnern die generelle Armut an. Auf unserer ersten Erkundungstour (der Suche nach einer Unterkunft) liefen wir selten durch belebte, kleine Gassen, sondern eher durch große Einkaufsstraßen mit zahlreichen neueren Gebäuden (besonders Einkaufszentren, und Ähnliches).

Nachdem uns dann eine unfreundlich Dame im Railway Hotel übers Ohr hauen wollte, gingen wir zurück zum zweiten Hotel, das wir besucht hatten und nahmen und dort ein Doppelzimmer. Das lag zwar preislich etwas oberhalb unserer Vorstellungen, war aber gut ausgestattet und sollte voll ausgenutzt werden: Wir machten unsere Wäsche und duschten bevor wir wieder in die Stadt aufbrachen.

Limericks mittelalterliche Altstadt ist im Gegensatz zum Stadtzentrum recht hübsch, war aber (wahrscheinlich aufgrund des Feiertages) verlassen und ruhig. Wir wanderten durch die Stadt, kauften Abendbrot und Frühstück und freuten uns im Hotel ein Bad nehmen zu können.

Mit unseren Tütennudeln (wir hatten einen Wasserkocher), etwas Bier, einem Zimmer voller Wäscheleinen und lustigen WLAN-Vouchers saßen wir auf Bett, schauten BBC und planten unsere Weiterreise. Highlights? Wir buchten zwei Hostels und einen Bus, weshalb ich zwei Mal den laaaangen Weg zur Rezeption laufen musste. Erfolg? Naja: Lest den nächsten Artikel… :D

Gut gebadet und perfekt erholt ging es ins Bett. Ich war todmüde und verschob das Schreiben des Artikels auf den nächsten Tag.

*Ihr erkennt das Muster? Fast alle Zugverbindungen sind auf Dublin ausgerichtet – Querverbindungen gibt es selten. Ein Albtraum für Bahnreisende.

Ein Gedanke zu „Ein Bad, ein Königreich für ein Bad!

  1. Die kleinen Unannehmlichkeiten sind das Salz in der Suppe, klingt alles nach einer (bisher) tollen Reise. In Doolin gibts doch bestimmt einen Waschsalon wo Lisa ihre anderen T-Shirts waschen kann! Den Selbstauslöser 6 werde ich an die Risaer Nudelfabrik weiterleiten, die freuen sich garantiert über die Werbung an der einsamen irischen Küste ;o) Schöne Bilder!!!

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