Hier ein weiterer Teil unserer Anekdoten- und Beobachtungssammlung. Wir werfen einen Blick zurück auf Dublin und fragen uns unter Anderem: Was macht diese Nadel hier?
Ice cream
Bei wunderbar sonnigem Wetter saßen wir in einem kleinen Park in Dublin und beobachteten die Menschen um uns herum. Wir sahen Touristen aus Italien, Deutschland, Großbritannien, genauso wie zahlreiche Iren. Auf einem Spielplatz war eine Gruppe von Kindern (Kindergarten?) unterwegs, ein großer Teil von ihnen blieb jedoch nicht dort, sondern spielte überall im Park.
Ein Junge, er muss etwa 6 Jahre alt gewesen sein, kann auf uns zu und fragte: „Can I have some money – I wanna buy ice cream.“ Als ich das verneinte lief er zu den nächsten Leuten und fragte erneut. Auch sie verneinten und sprachen ihn auf den Schokoriegel an, den er mit sich herumträgt: Doch er schüttelte den Kopf: Der sei schon gut, aber er wolle eben ein Eis. Noch mehrfach versuchte er sein Glück, blieb jedoch erfolglos.
Zusammen mit einigen anderen Kindern entdeckte er dann, dass im Parkbrunnen Geld liegt. Besonders zwei etwas größere Mädchen waren hier erfolgreich: Sie beugten sich über den Rand und konnten einzelne Cent-Münzen erreichen. Ein kleiner Junge mit einem Plastikschwert verlor schließlich das Gleichgewicht und plumpste in das Wasser. Doch er nahm das nicht als Warnung wahr, sondern muss sich wohl gedacht haben: „Jetzt bin ich einmal nass: Kann ich auch wieder rein“.
Immer wieder kletterte er über den Rand und immer wieder riefen die anderen ihm zu, er solle das nicht machen, denn er bringe sie alle in trouble. Doch er ließ sich nicht stoppen und wenn er im Trockenen zu laufen begann, spritzte das Wasser nur so aus Schuhen und Hose. Das Eis vergaßen sie über diese Aufregung völlig.
The Spire
Das wird eine kurze Geschichte: Mitten in Dublin, auf der O’Connell Street, steht eine riesige Edelstahlnadel, genannt „The Spire“. Mit 121,2 m ist sie die höchste Skulptur der Welt. Sie wiegt 126 Tonnen, besteht aus acht, mit 204 Bolzen und etwa 2km Schweißnähten zusammengehaltenen Edelstahlröhren und kostete 4 Millionen Euro. Unten ist The Spire 3m breit, am oberen Ende 15cm. Die oberen 20m leuchten nachts und sind bis Umland Dublins gut sichtbar (vorausgesetzt das Wetter stimmt).
Erbaut wurde sie übrigens im Zuge der Umgestaltung der O’Connell Street, wo sie die von der IRA gesprengte Nelsonsäule ersetzt und mittlerweile einen beliebten Treffpunkt darstellt. Sachen gibts.




Das könnte auch der Blitzableiter von Dulin sein – oder ;o) Auf jeden Fall ein schlankes Bauwerk. Man könnte meinen, daß es bei’ner steifen Brieße irgendwo in der Mitte umknicken könnte.