J.W. Sweetman – Craftbeer in Dublin

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Das Guiness Storehouse stand eigentlich weit oben auf unserer Besichtigungsliste für Dublin. Doch 13€ pro Kopf (ermäßigter Preis!) erschienen uns doch etwas heftig für eine Brauereiführung (die laut diversen Online-Bewertungen auch sehr auf Merchandising und Werbung ausgelegt sein soll).

Um trotzdem an gutes irisches Bier zu kommen, besuchten wir eine Craft Beer Brauerei. J.W. Sweetman ist laut eigener Aussage der einzige Pub der Stadt, der sein Bier selbst braut und im selben Haus ausschenkt. Diese seltsame Formulierung kann entweder meiner schlechten Übersetzung geschuldet sein, oder man möchte sich damit abgrenzen von anderen Pubs, die auch eigenes Bier haben, das aber nicht bei sich im Haus brauen. Wer weiß.

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Fresh Fish and Tall Ships

Der Pub war gut gefüllt als wir ankamen. Wir suchten uns einen Tisch in der ersten Etage und orderten zwei Pint Pale Ale des Hauses. Bei unserer Erkundungstour am Nachmittag hatten wir die Preise in Dublins Pubs verglichen und wussten, dass unsere Craft Brewery zu den günstigeren gehört. In dem Wissen unser Reisebudget nicht über Gebühr zu strapazieren, bestellten wir etwas zu essen: Für Lisa gab es „Fresh fish and tall ships“, ich hatte ein „Gaelic Whisky Chicken“ (mit der besten Pfeffersauce, die ich jemals hatte).

Wir beobachteten die andere Gäste, tranken noch etwas Bier (einen kräftig-malzigen, tiefschwarzen Porter und ein fruchtig-säuerliches Weizenbier – selbstverständlich alles von der Hausbrauerei) sowie Cider und genossen die Stimmung. Das Publikum war gemischt: Viele „Einheimische“ aller Altersklassen, aber auch ein paar Touristen (darunter auffallend viele Deutsche).

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Bevor wir uns auf den Rückweg zu unserer Unterkunft machten, schaute ich noch kurz auf der Herrentoilette vorbei, wo ein paar elegante, hellbraune Lederschuhe in einer offenen Kabine standen – die zwei Männer, die kurz vor mir den Raum betreten hatten, waren genau so überrascht, weshalb ich messerscharf schlussfolgerte, dass die Schuhe wohl nicht zur Standardausstattung einer irischen Pubtoilette gehören. Weiter darüber nachdenken konnte und musste ich nicht: „Ey! These are mine“ sagte da plötzlich ein Mann, der in Unterhose und Hemd versuchte eine Fleck (oder so) aus seiner Hose zu waschen.

Kurz darauf endete unser Abend in dieser wirklich hübschen Craft Beer Brauerei. Für alle, die es noch nicht wissen: Hausbrauereien gibt es auch bei uns in Deutschland. Zum Beispiel das Pfefferbräu über das ich eine kleine, aber feine Reportage „geschrieben“ habe. Hier entlang:

Craft Beer in Berlin

2 Gedanken zu „J.W. Sweetman – Craftbeer in Dublin

  1. …den Appetit vom Craft Beer angeregt, hab ich mir doch gleich ein Schwarzbier aufgemacht – ist kein irisches, aber man kann sich’s ja einbilden, die Farbe kommt halbwegs hin. Klasse Reiseberichte – freue mich schon auf die kommenden.

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