Oh guck mal: ein Rauchmelder! Ist bestimmt nützlich…

Symbolbild
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Paddys Palace, Dublin. Etwa Mitternacht. Der Feueralarm reißt uns jäh aus dem Schlaf. Wir springen noch ganz benommen aus dem Bett. Ich werfe einen Blick aus Fenster und Tür (und sperre mich dabei selbst kurz aus), sehe weder Rauch noch Flammen. Trotzdem verlassen wir das Zimmer und quetschen uns zusammen mit etwa 15 anderen Hostelgästen die Treppe herunter. Noch immer dröhnt die Alarmanlage ohrenbetäubend laut. An der Haustür sammeln wir uns. Ein sehr erregter Hostelmitarbeiter drückt wild auf der Steuerung des Alarms herum. Es ist wohl ein Fehlalarm, doch das Piepen hört nicht auf. Endlich schafft er es, doch kurz darauf geht es wieder los.Wir stehen immernoch in Unterwäsche und Schlafklamotten auf dem Gang, einige lachen, manche sind genervt, der Hosteltyp kocht vor Wut. Er beauftragt eine Frau den „Silence“ Knopf zu drücken und verschwindet eilig in Richtung Rezeption.
Als er zurückkehrt, ist die Anlage verstummt. Scheinbar hat er die Überwachungskamera ausgewertet, denn er weiß jetzt, dass drei Personen die Steuerung manipuliert und eine Art „Wecker“ gestellt haben. „I’m fed up with this spanish group – tomorrow you will have to go!“ Die in Verdacht geratenen Spanier finden das nicht so schön, versuchen zu diskutieren und fragen wieso er sich so sicher ist, wer es war.
Uns ist das relativ egal: Wir wollen wieder schlafen und gehen auf unser Zimmer. Wenig später kehren auch unsere Zimmergenossinnen, zwei Amerikanerinnen, zurück: Sie waren noch unterwegs und haben von dem ganzen Trubel nichts mitbekommen.

 

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