Das zweite Meer für dieses Jahr

Was haben wie hier gut geschlafen! Frisch geduscht, hygienisiert und gut verpflegt sind wir eingeschlafen und gut gelaunt und erholt aufgewacht. Entgegen meiner Befürchtungen ist sogar unsere Wäsche trocken geworden und ich konnte die Wäscheleine wieder einpacken.

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Kurz vor 12 verließen wir dann die Unterkunft und machten uns auf den Weg zum Bahnhof. (Das Rätsel um seine außergewöhnliche Schönheit ist gelöst: Es handelt sich um einen ehemals wichtigen Halte- und sogar Endpunkt des Orientexpress) Und den verstehe wer will. Am Ticketschaltern kann man uns nicht helfen, weshalb wir den „Reservation/Advanced Booking“-Schalter probierten – ohne Erfolg. Wir sollen ins die Stadt zurück in ein staatliches Reisebüro – nur da kann man ein Ticket ins Ausland kaufen. Bevor wir dorthin liefen, wollten wir unser Gepäck los werden. Der Gepäckschalter ist allerdings geschlossen und an der Tür steht: „THE LEFT LUGGAGE OFFICE IS SITUATED TO THE RIGHT OF THE EXIT – THE FIRST DOOR“. Der Hinweis hilft nur bedingt denn der Bahnhof hat mindestens 4 Ausgänge und an einer auf die Beschreibung zutretenden Tür stand eine kopfschüttelnde Frau, die uns weg schickte. Völlig verzweifelt stolperten wir dann doch noch über die Gepäckabgabe, die gerade Mittagspause hatte. Manchmal hilft nur Geduld.

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Ohne Gepäck auf den Schultern machten wir uns auf den Weg zum staatlichen Reisebüro und kaufen von einer netten, aber resoluten Frau 2 Reservierungen für den letzten -aus naheliegenden Gründen- nicht vollen Zug nach Bukarest, er fährt eigentlich nach Minsk und ist nachts um 3!!! in Bukarest. Freude!

Hunger und Durst überkamen uns und trieb uns in einen „Mandarin Supermarket“. Für umgerechnet 1,50€ gab es z.B. 6l Limonade. Bulgarien ist gar nicht so teuer ;)

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Mit den Einkäufen marschierten wir zum Strand, wo uns erst der Bademeister aus dem Wasser und kurz darauf die Schirmvermieterin von unserem Schirm vertrieb. Leicht verzweifelt liefen wir den Strand entlang und suchten eine schirmfreie Stelle an der eine gelbe statt einer roten Fahne hing. Da durften wir Baden und hatten sogar Schatten (neben dem Rettungsschwimmerturm). Schöne, hohe Wellen, ein weicher Sandstrand, leider aber nicht so sauberes Wasser wie in Kroatien.
Erschöpft vom vielen Baden ging es Essen und dann hierher: In den Mutter-Kind-Warteraum des Bahnhofs. Hier gibt es Internet, eine Steckdose und weit und breit weder eine Mutter noch ein Kind. Und bald kommt der Zug. Morgen erfahrt ihr dann wie die Fahrt war. Bis dahin!

2 Gedanken zu „Das zweite Meer für dieses Jahr

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