Italien

Wir sind ja bekannterweise gerade in Kroatien, aber wenn ih nicht gestern ab und zu „ulica“ gelesen hätte, hätte ih geglaubt in Italien zu sein. Die Städte sehen so aus, die Autos fahren so, die Landschaft ist ähnlich, nur etwas rauer und steiler, das Klima ist italienisch und überall redet man italienisch (Ok das sind die Touristen, aber egal).

Es stellt sich nur eine Frage: Warum fahren soviele Italiener mit der Fähre nach Kroatien um im eigenen Land Urlaub zu machen? ;)

Dubrovnik – Die Stadt mit der Mauer

Der Tag begann grauenvoll: Wir mussten um 6 aufstehen (also nach weniger als 4 Stunden Schlaf) um den Katamaran nach Split zu erreichen. Rafael hatte uns das empfohlen und sein Plan sollte auch aufgehen, denn noch vor 13 Uhr waren wir in Dubrovnik.
P1040350.JPG Zuvor aber schliefen wir auf der einskommafünfstündigen Fährfahrt einfach in unseren Sesseln ein und erst beim Herausgehen sah ich, dass Johannes Paul II bereits mit der „Karolina“ gefahren ist (Beweisfoto hing an der Bar).
Etwas erholter, aber immer noch müde liefen wir zum Busbahnhof und kauften 2 Tickets nach Dubrovnik – Abfahrt 8:45Uhr.
Die Fahrt war rasant, serpentinenreich und eindrucksvoll. Die Landschaft ist einfach einmalig: riesige, steile Berge direkt am Meer, zahllose Badebuchten mit blauem, sauberen Wasser und kleine Örtchen hier und da.
Doch plötzlich kamen wir in einen Stau – Grenzkontrolle. Denn einige wenige Kilometer Küste gehört Bosnien und Herzegovina.

… Wie es weiterging schreib ich euch hier, wenn ich nicht mehr müde bin. Bis bald!

P1040343.JPG Wir hatten in der folgenden halben Stunde also die Gelegenheit die bosnisch-herzegowinische Küste in voller Länge zu betrachten. Dann kam die Grenze und wir waren wieder in Kroatien.
Nicht deutlich später kamen wir in Dubrovnik an – am Hafen allerdings. Wir liefen also zur Info, von dort zu einem Einkaufszentrum und dort nahmen wir Buslinie 6 nach Babin Kuk.
Das Autocamp Solitudo hatte einen Platz für uns und wir konnten endlich unser Zelt aufstellen, unsere Sachen verstauen und uns auf machen Richtung Altstadt.

FORTSETZUNG FOLGT

Weiter geht’s! Diesen Text hatte ich schon fertig, doch er ging verloren. Ich versuche es nun noch einmal.

Die Altstadt von Dubrovnik, mit ihrer majestätischen Stadtmauer ist ein echter Hingucker – doch leider überlaufen und restlos überteuert. Sogar das Betreten der Stadtmauer kostet rund 10€ – wir verzichteten und gingen stattdessen vor der Stadtmauer baden. In sicherer Distanz zu den (meist italienischen – ferragosto, oder Herr Berschick?) Touristen lies es sich trotz komplizierten Ein- und Ausstieg (Beton/Felstreppe die auf einem glitschigen Felsen führt der bei Wellengang gar keinen Halt bietet. Mit Schutzdistanz zu den anderen Touris wanderten wir noch auf einen der umliegenden Hügel und nach einem
kurzem Einkauf in einem dm (ohne Waaerspender?!) suchten wir einen weiter außerhalb liegenden Strand. Die Stimmung dort war toll: Musik, Wasserball, Grillgut. Das Wasser war sauber, überall tummelten sich Fische und sogar einige wenige Seeigel waren da. Wir tauchten noch in eine Höhle und verließen in Richtung Camping.
Dort kochte ich Dalmatische Suppe die wir mit Brot, Thunfisch (Dose) und Leberwurst (Dose) genossen. Lecker.

Eine Fährfahrt die ist lustig..

P1040296.JPG Das war knapp. Als ich aufwachte, zeigte meine Uhr 9:10. Um 10 ist Check-out. Auch unsere Herbergsleiterin kam und erinnerte an die Uhrzeit, aber da waren wir schon aktiv: Zeugs packen, ab ins Bad, Bett abziehen und auschecken. Im Sturmschritt ging es zum KONZUM und mit frisch gekauftem Frühstück zum Hafen. In der prallen Sonne standen wir für ein Ticket nach Vis an und wurden mit „Next one is two thrity“ belohnt. Also warteten wir am Bahnhof (der gleich am Hafen ist und der einzig schattige Platz weit und breit war) auf die Fähre, genossen dabei unser frisch erstandenes Frühstück und schwitzen. Der Weg auf die Fähre war etwas von Drängelei geprägt, aber der klimatisierte Sitzplatz war es wert. Erik schlief etwas und ich tippte Qype-Bewertungen (siehe: Qype )in den iPod. [pe2-gallery class=“alignleft“ ] P1040312.JPGCIMG2928.JPG[/pe2-gallery]Kurz vor der Einfahrt in den Hafen – wir waren mittlerweile auf dem Oberdeck – lernten wir Rafael kennen. Folgendes fällt dann in die Kategorie mehr Glück als Verstand. Rafael, Ritter des Malteserordens (i.R. oder so) fragte nach ob wir nach Vis wollten und bat uns -unter der Voraussetzung das wir gute Jungs sind- ein Doppelzimmer an. Unsere Preisverhandlungen liefen nur mäßig erfolgreich (trotzdem nach Budapest die zweitgünstigste Nacht) und mit Handschlag machten wir die Buchung fest. Er zeigte uns noch während der Einfahrt in den Hafen sein Haus und erklärte alle Sehenswürdigkeiten und Gegebenheiten der Insel. Das Zimmer ist tatsächlich schön, wenn auch einiges im Haus noch restauriert wird. Wenn Rafael damit fertig ist, wird es wirklich fantastisch aussehen. Nächster Halt: KONZUM. Abendbrot und Vorräte kaufen (morgen ist Sonntag – wir denken mit). Nur wenige Meter von der Unterkunft entfernt befindet sich ein Badestrand und die Chance nutzten wir. Das Wasser ist klar und kühlt angenehm. Wir schwammen etwas und beobachteten mit der Taucherbrille die Fische unter uns. Einer Reihe von Schildern folgten wir anschließend zum St.Georgs Fortress, einer britischen Festung aus dem 19.Jahrhundert. Vollkommen verlassen und verwachsen präsentierte sich die Ruine auf dem Berg – und wir erkundeten sogar die Dachterrasse. Im Halbdunkel etwas unheimlich, aber sehr schön und spannend. Rafael beglückwünschte uns zu unserer Wanderung die sonst „nobody, i can tell you: nobody“ macht. Jetzt hätte er dann doch gern ein Bild von uns. Gesagt getan: Die Resultate seht ihr ja (das Gemälde im Hintergrund zeigt ihn zu seinen besten Zeiten). Morgen gehen wir wieder. Rafael findet das traurig und wir auch ein kleinwenig.

Fastfood II

Wenn man hier durch die Städte schlendert sieht man nur so gut wie gar kein McDonalds, Subway oder BurgerKing. Dafür gibt es viel mehr kleine Imbissgeschäfte, Bars und Restaurants: Und das ist gut so! Man trifft sich in einer Bar, vor einem Imbiss oder lokalem „Fastfood-„Restaurant (vgl. Fastfood I). Besonders fiel das in Zagreb auf: Die Innenstadt hatte dadurch irgendwie mehr eigenen Charakter. Hoffentlich bleibt das so.
Wie gesagt: Nach Zagreb fahr ich in Zukunft nochmal.

Fastfood I

Fast Food ist ja wörtlich übersetzt „schnelles Essen“, es handelt sich also um Speisen und Gerichte, die sich schnell zubereiten lassen. Und hier haben wir ihn schon, den Unterschied im Verständnis dieses Begriffs zwischen uns Deutschen und den Menschen Kroatiens (wahrscheinlicherweise aber auch der Menschen der umliegenden Länder). Bei uns ist Fast Food wirklich schnell: Man geht zu Mc Donalds, bestellt und bekommt in kürzester Zeit sein Essen. Hier gibt es viele kleine Lokalitäten die mit Fast Food werben. Wenn man hier bestellt wartet man aber such gern mal 10 Minuten.
Ich finde das nicht schlimm, im Gegenteil, ich glaube sogar, dass das besser ist, weil es eben nicht nur Fritteuse ist, aber ich finde es interessant die vielen „fast food“-Schriftzüge zu lesen. Wahrscheinlich ist es einfach nur die anglisierte Variante von Imbiss – den so würde ich diese Geschäfte nennen.

Wohin geht es heute?

Wir sind jetzt wach, haben gepackt und stehen vor einem Problem: Wohin gegen wir heute? Und wie? Eisenbahnverbindungen gibt es nicht überall Buspläne kennen wir noch keine und Fähren haben wir auch nur halb verstanden. Warm ist es übrigens auch schon.

Nun Gut: Auf geht’s!

Bilder für die letzten beiden Tage reichen wir nach. Gestern gab es technische Schwierigkeiten. Tut uns leid.