Was uns hier in den osteuropaeischen Staedten immer wieder auffaellt ist die oftmals marode Bausubstanz. Ein besonderes Phaenomen allerdings ist der krasse Kontrast zwischen der (historischen) Innenstadt und den Randgebieten/der Neustadt. Waehrend die Altstadt top in Schuss und wirklich sehenswert ist, besteht der Rest der Stadt aus haesslichen Neubau-Bloecken aus der Zeit vor ’89. Es gibt hier durchaus Paralellen zu vielen Staedten in unserer Region, aber es faellt hier viel deutlicher auf.
Kategorie: Europa 2011
Prag – Die Reise beginnt
Wir sind in Prag. Station 1 unserer Reise ist erreicht und wir haben schon eine Menge erlebt.
Der Tag begann am Bahnhof Crimmitschau, wo wir von Hannah und Lisa verabschiedet worden – Danke nochmal!*
Zwickau war schnell erreicht und mit Zeitung und frischem Handy-Guthaben ging es in den Zug nach Dresden. Der Zug besaß die hochgelobte Neigetechnik und der Lokführer versuchte scheinbar die Verspätung wieder herauszuholen – Resultat: Uns war streckenweise nicht ganz wohl und dank unseres Sitzplatzes an den Toiletten sahen wir, dass es vielen noch schlimmer ging. Ein älterer Herr übergab sich 4 Mal – das letzte Mal vorm Aussteigen – gegen die Tür.
Aber auch solche Fahrten gehen vorüber und in Dresden unternahmen wir etwas gegen das Rest-Unwohlsein. Wir gingen Essen.
Die weitere Fahrt war etwas komplizierter: Mit der S-Bahn nach Bad Schandau und von dort über Schöna nach Decin, wo uns ein wahrlich fantastischer Zug erwartete..
Ich komme ins Schwärmen wenn ich darüber nachdenke. Es war ein relativ altes Modell (zumindest in meiner Zeitrechnung – die ja 1992 beginnt) mit kleinen, gutgepolsterten und abschließbaren Abteilen. Fenster konnte man öffnen, Tische herunterklappbar, Licht zum Anschalten und .. spätestens jetzt haltet ihr mich für verrückt.
Der Bahnhof in Prag wirkt im Inneren des Neubaus recht modern – leider trübt der Altbau den Eindruck. Der ist zwar an sich ein prächtiges Gebäude, wirkt aber eher wie eine Ruine.
Nichtsdestotrotz ist Prag eine schöne Stadt. Nach etwas planlosem Herumgestolpere durch Bahnhof und Straßen erreichten wir dann die Touristeninfo, die leider sehr inkompetent wirkte – man schickte uns zum Unterkunft suchen ans andere Ende der Stadt. Zum Glück liefen wir kurz im Kreis und entdeckten RITCHIES HOTEL & HOSTEL, wo wir für 17,5€ (Europreise mit Kommastellen lassen hier überall die 0 vermissen, was wohl daran liegt, dass Kronenpreise kein Komma haben) pro Kopf im 12 Bett Zimmer mit Schränkchen und Internet.
Gepäck wurde eingeschlossen und nach 2 Minuten zu Fuß standen wir mitten auf der Karlsbrücke. Die andere Flussseite wurde dann solang erkundet, bis der Hunger uns in ein Restaurant trieb. Auf Vorspeise folgte Hauptgericht und danach kam ein Eis – dazu ein Staropramen. Etwa 800 Kc leichter (15% Servicepauschale und 30Kc Gedeckpreis waren schon enthalten) ging es eine weitere Runde durch das sich verdunkelnde Prag. Beeindruckend!
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*von mir persönlich noch ein Dank an meine liebe Frau Mutter für Para und Brumbrum
Vorbereitung #2
Die Europareise rückt näher. Und ich bin nicht nur voller Vorfreude, sondern -zumindest ab und zu- auch geistig mitten in der Vorbereitung. Ich sage bewusst „geistig“, denn praktisch ist -wenn man von meinem Anflug von Arbeitseifer vor einiger Zeit absieht- noch nicht viel geschehen. Und irgendwie auch zurecht. Zum Packen ist es zu früh und die meisten anderen Vorbereitungen sind überflüssig. Die seelische und moralische Einstimmung ist das Einzige an dem ich arbeiten kann.*
Deshalb und weil ich ein großer Fan von Dennis Gastmann, dem NDR-Weltreporter, bin, habe ich mir sein neues Buch gekauft, was der Einfachheit halber genauso heißt, wie seine Sendung: „Mit 80000 Fragen um die Welt“.
Zusammen mit einem Kameramann, reist der gute Dennis um die Welt und beantwortet die unglaublich wichtigen und mitunter sehr speziellen Fragen seiner Zuschauer: „Wo ist Nordkorea?“, „Wie stirbt es sich in Texas?“, „Wo ist der schwarze Kontinent am Schwärzesten?“ und „Wer liegt vor Madagaskar?“.
In seinem Buch folgt er zwar zu großen Teilen dem Handlungsablauf seiner Antwortfilme, bindet aber auch Anekdoten aus dem Reise- und Drehalltag mit ein.
Fazit: Es ist unterhaltsam, vermittelt durchaus Wissen, macht Lust aufs Reisen und zeigt, dass man auch die absurdeste Frage beantworten kann. Und ich bin jetzt ein klein wenig vorbereiteter auf meine Reise.
Auf mich ist Verlass: Ich kleines Kommerzschwein füttere euch erst mit einem Buchtipp an und setze dann einen Amazon-Partnerlink drunter. Fies, oder? ;)
Dennis Gastmann – „Mit 80000 Fragen um die Welt“
*Nagut. Und an diesem Blog
Montenegro

Erik und ich haben durch Zufall ein neues potentielles Reiseziel entdeckt. Das Land ist vergleichsweise klein, aber scheint ein echtes Highlight zu sein. Wenn wir uns tatsächlich in einen Zug nach Montenegro setzen, dann würden wir zwangsläufig auf einer „der spektakulärsten Gebirgsbahnen“ über die „mit 198 Metern Höhe über Grund höchste Eisenbahnbrücke der Welt“ zu fahren.
Ein kurzer Blick zu Flickr zeigte dann, dass diese Landschaft wirklich ein Traum ist. Fantastische Gebirgskullisen, interessante Architektur und eine unbeschreibliche Küste.

Ich denke: Das ist einen Besuch wert!
