{"id":1995,"date":"2014-08-06T18:21:21","date_gmt":"2014-08-06T16:21:21","guid":{"rendered":"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/?p=1995"},"modified":"2018-07-12T13:26:54","modified_gmt":"2018-07-12T11:26:54","slug":"cliffs-of-herzinfarkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/?p=1995","title":{"rendered":"Cliffs of HILFEISTDASHOCH!!"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_8614.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1975\" src=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_8614-1024x682.jpg\" alt=\"_MG_8614\" width=\"580\" height=\"386\" srcset=\"https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_8614-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_8614-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/a>In unserem Luxushotel schien die Sonne durchs Fenster. Ohne den gestellten Wecker zu brauchen, erwachten wir gut erholt. Doch bevor wir uns frisch machen konnten, mussten wir uns unbedingt um die am Vortag gewaschene W\u00e4sche k\u00fcmmern &#8211; einige Teile waren dummerweise noch recht klamm und so versuchten wir einfach, das restliche Wasser herauszub\u00fcgeln (ja, wir hatten sogar ein B\u00fcgeleisen inklusive Brett!).<!--more-->Das Vorhaben gelang einigerma\u00dfen und wir konnten endlich unserer Lieblingsbesch\u00e4ftigung im Urlaub nachgehen: Rucks\u00e4cke packen. Nach dem Check-Out <a href=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_8597.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1977 size-medium\" src=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_8597-300x200.jpg\" alt=\"_MG_8597\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_8597-300x200.jpg 300w, https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_8597-1024x682.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>liefen wir die wenigen Meter zum Bahnhof. Auf einer Bank verspeisten wir unser reichhaltiges Fr\u00fchst\u00fcck (Muffins und Weintrauben) und machten unsere Tickets abfahrtbereit. Der Zug rollte p\u00fcnktlich auf Gleis 2 ein und wir sicherten uns einen wundersch\u00f6nen Viererplatz f\u00fcr die kurze Fahrt.<\/p>\n<p>Nach einer halben Stunde erreichten wir Ennis, ein kleines St\u00e4dtchen zwischen Limerick und Galway. Von hier aus fahren Busse zu den Cliffs of Moher und den umliegenden D\u00f6rfern. Und genau das war unser Plan. Die richtige Bushaltestelle gefunden, warteten wir auf den Bus 350 und sahen uns unser Ticket bei der Gelegenheit noch einmal genauer an. Wir wollten von Ennis nach Doolin und am n\u00e4chsten Tag zur\u00fcck &#8211; brauchten also das entsprechende Return-Ticket. Auf dem Zettel stand allerdings etwas von Doolin nach Ennis und R\u00fcckweg. Verwirrt lief Paul zum Bus-Office, um das Problem zu kl\u00e4ren, w\u00e4hrend ich bei den R\u00fccks\u00e4cken Wache hielt und zur Not den Busfahrer davon abbringen konnte, ohne uns loszufahren. Das Gespr\u00e4ch zwischen Paul und den Angestellten bekam ich nicht wirklich mit, ich sah nur alle wild gestikulieren und machte mir langsam wirklich Sorgen, dass wir zwei neue Tickets f\u00fcr insgesamt 40\u20ac kaufen m\u00fcssen. Menschen liefen hin und her, Paul sprach mit allen irgendwie ein bisschen:<\/p>\n<blockquote><p><em>Ich lief mit dem Ticket zum Infoschalter und erkl\u00e4rte durch ein Mikrofon mein Problem: Die Stationen stehen verkehrtherum auf Ticket. Die Antwort: Das geht so nicht. Noch 20 Minuten bis zum Bus. Ich m\u00f6chte nachhaken, doch einer der M\u00e4nner erhebt sich und geht zur T\u00fcr. Er sieht sich das Ticket noch einmal in Ruhe an und stellt fest: Das geht so nicht. Noch 18 Minuten bis zum Bus. Mein Argument ob ich nun von A nach B und zur\u00fcck fahre oder von B nach A und zur\u00fcck sei doch egal, l\u00e4sst er nicht gelten. Es ist eben etwas anderes. Und ich habe es ja scheinbar so gebucht. \u201cLets see what I can do for you\u2026\u201d murmelt er und verabschiedet sich. Er sei gleich zur\u00fcck. Noch 15 Minuten bis zum Bus. Er steigt in einen Bus und kontrolliert Tickets. Noch 10 Minuten. Er spricht mit einem Kollege, der kurz darauf zu mir kommt und sagt \u201cOk. I\u2019ll print a new one for you.\u201d Noch 2 Minuten bis zum Bus. Endlich bekomme ich ein neue Ticket (mit handschriftlichem Vermerk), bedanke mich und bekomme ein \u201cYeah\u2026 no problem.\u201d zur\u00fcck. Puh!<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Wir sa\u00dfen also erleichtert im Bus und konnten die wundersch\u00f6ne vorbeiziehende Landschaft betrachten. Die K\u00fcstenstra\u00dfe zog sich ein ganzes St\u00fcck, wir hielten im mehreren D\u00f6rfern und am Visitorcenter der Klippen. Schlie\u00dflich brachte uns der Busfahrer nach Doolin. Wir stiegen, gemeinsam mit zwei anderen Deutschen in unserem Alter (die zwei riesige Pappkartons gef\u00fcllt mit Essen dabei hatten &#8211; wir konnten uns absolut keinen Reim darauf machen, so hungrig sahen sie gar nicht aus), aus und suchten nach dem Flanagans Village Hostel. Die Suche war so schnell vorbei, wie sie angefangen hatte und wir betraten das kleine, ruhig gelegene H\u00e4uschen. Ein junge Frau fragte uns nach unseren Namen und stellte fest: \u201cOh, ihr seid ja Deutsche. Na dann: Hallo!\u201d. Wie wir sp\u00e4ter erfahren sollten, kommt sie aus W\u00fcrzburg und studiert Englisch. Um die Sprache zu \u00fcben, wechselt sie ihre Jobs in Irland und UK zur Zeit, wie ihre Unterw\u00e4sche und reist so ziemlich g\u00fcnstig durch die L\u00e4nder.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_8604.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1976\" src=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_8604-300x200.jpg\" alt=\"_MG_8604\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_8604-300x200.jpg 300w, https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_8604-1024x682.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Unser Zimmer war sehr freundlich gestaltet und ordentlich. Doch um nicht so viel Zeit zu verlieren, sortierten wir nur das N\u00f6tigste und liefen schnurstracks in Richtung Meer. Weit kamen wir nicht mit dem Schnurstracks, ein Souvenierladen warb mit tollen Postkarten f\u00fcr sich und so st\u00f6berten wir noch eine Weile durch die Etagen. F\u00fcr den Abend hatten wir uns vorgenommen Nudeln zu kochen und wollten auf dem Weg durch das Dorf auch noch die notwendigen Zutaten kaufen, doch Doolin machte uns einen Strich durch die Rechnung: so weit das Auge reicht kein Supermarkt oder Lebensmittelh\u00e4ndler. Gezwungenerma\u00dfen mussten wir also vorerst auf Essbares verzichten.<\/p>\n<p>Der Weg entlang der K\u00fcste war spektakul\u00e4r. Die Cliffs of Moher beginnen in Doolin und ziehen sich dann 8km weit nach S\u00fcden. Wir liefen fast den ganzen Weg bis zum Visitorcenter, nur auf die letzten hundert Meter mussten wir aufgrund einer Masse an Touristen verzichten, die mit ihren Reisef\u00fchrern keinen Platz f\u00fcr unsere schmalen Hintern lie\u00dfen. Unsere Strecke reichte aber, um das atemraubende Naturph\u00e4nomen in vollem Umfang bewundern zu k\u00f6nnen. Teilweise ging es steil <a href=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/image.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1996\" src=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/image-300x222.jpg\" alt=\"image\" width=\"300\" height=\"222\" srcset=\"https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/image-300x222.jpg 300w, https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/image-1024x757.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>bergauf, dann wieder etwas hinab, \u00fcber Stock, Stein, Mauern und Z\u00e4une, sowie durch Kuh-, Schaf- und Pferdeweiden. Neben uns ging es \u00fcber 200m steil bergab, die Wellen brachen an den Klippen und uns war manchmal ein kleines bisschen mulmig zumute, als ein Sturm und Regen aufkam und wir zwischen Abgrund und Weidezaun auf einem halben Meter Weg balancierten (zugegeben: es war ein Privatweg, den man eigentlich gar nicht betreten durfte [\u201cextrem danger\u201d], doch das merkten wir und viele andere Wanderer erst nachdem wir das Schlimmste schon geschafft hatten). Trotzdem oder gerade deshalb war es ein unglaubliches Erlebnis diese Cliffs anzuschauen.<\/p>\n<p><div id='gallery-1' class='gallery galleryid-1995 gallery-columns-4 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_8549.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_8549-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_8571.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_8571-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_8572.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_8572-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_8585.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_8585-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_8597.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_8597-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_8627.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_8627-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_85571.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_85571-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure>\n\t\t<\/div>\n<br \/>\nM\u00fcde und kaputt kamen wir nach etwa 5 Stunden Wanderung wieder im Dorf an und der Hunger zerriss uns fast den Magen. Da (oh, welch \u00dcberraschung) immer noch kein Supermarkt in Sicht war, setzten wir uns in ein Lokal und bestellten Pommes (hierzulande also Chips). Ges\u00e4ttigt war der K\u00f6rper dann trotzdem noch nicht ganz zufrieden, er schrie nach einem Bier. Im immernoch str\u00f6menden Regen liefen wir zum n\u00e4chsten Pub, setzten uns an die Bar und lie\u00dfen die gewonnen Eindr\u00fccke sacken.<\/p>\n<p>Endlich zufrieden und bei strahlender Sonne liefen wir zur\u00fcck ins Hostel, duschten und setzten uns in den Gemeinschaftsraum, um den Abend ausklingen zu lassen. Viele Deutsche (im Hostel gab es wirklich einen riesengro\u00dfen Anteil Deutscher!) gesellten sich zu uns, wir lachten viel und lauschten den Geschichten erz\u00e4hlfreudiger Backpacker. Kurz kam uns der Gedanke noch etwas essen zu gehen, da wir schon wieder Hunger hatten, doch wir lie\u00dfen es bleiben und gingen auch relativ bald zu Bett, um die geschundenen F\u00fc\u00dfe zu schonen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In unserem Luxushotel schien die Sonne durchs Fenster. Ohne den gestellten Wecker zu brauchen, erwachten wir gut erholt. 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