{"id":1587,"date":"2013-08-16T20:40:23","date_gmt":"2013-08-16T18:40:23","guid":{"rendered":"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/?p=1587"},"modified":"2014-06-01T21:29:53","modified_gmt":"2014-06-01T19:29:53","slug":"1587","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/?p=1587","title":{"rendered":"Endlich am Meer"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6932.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1598\" alt=\"_MG_6932\" src=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6932-1024x682.jpg\" width=\"580\" height=\"386\" srcset=\"https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6932-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6932-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/a>Das Schwarze Meer war unser Ziel, doch um von Brasov dorthin zu gelangen muss man bereit sein, einige Strapazen auf sich zu nehmen. Also standen wir um 4 morgens auf.\u00a0In unserem Hostel waren soeben die letzten Partyg\u00e4nger heimgekehrt und ins Bett gefallen, da klingelte unser Wecker. Um die Anderen nicht mehr als n\u00f6tig zu belasten, waren unsere Rucks\u00e4cke gepackt, Kleidung f\u00fcr den Tag, sowie Zahnb\u00fcrsten bereitgelegt und wir mussten nur noch aus dem Zimmer schleichen.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Noch recht m\u00fcde gingen wir zur Rezeption und orderten ein Taxi zum Bahnhof \u2013 das kam sofort, wir stiegen ein und nach wenigen Minuten waren wir da. Die Fahrt selbst war beeindruckend. Auf den nahezu leeren Stra\u00dfen fuhr unser Fahrer nahezu Ideallinie \u2013 Fahrbahnmarkierungen waren ihm scheinbar egal. Sechs Lei kostet die Fahrt \u2013 wir gaben ihm Acht und damit insgesamt etwa 1,80 Euro.<\/p>\n<p>Im Bahnhof sahen wir dann eine etwas widerspr\u00fcchliche Anzeige: Auf der Ankunftstafel, hatte unser Zug 90 Minuten Versp\u00e4tung, laut Abfahrtsanzeige, sollte er p\u00fcnktlich abfahren. Ein Ding der Unm\u00f6glichkeit. Schon das erste Mal etwas genervt, gingen wir zum Ticketschalter. Eine \u00e4ltere Dame dr\u00e4ngelte sich vor und bekam ein gut h\u00f6rbares \u201eGern geschehen!\u201c von uns daf\u00fcr. Als wir an der Reihe waren, war das Ergebnis ern\u00fcchternd: Kein Platz sei mehr frei, aber der Zug sei versp\u00e4tet \u201eone hour\u201c. Das erschien uns seltsam: Die Anzeige sagt doch 90 Minuten. Vielleicht ist die \u201e6\u201c kaputt und man zeigt die \u201e9\u201c, weil sie so \u00e4hnlich aussieht? Nein \u2013 quatsch, aber vielleicht f\u00e4hrt der Zug die 30 Minuten noch heraus- nein, noch gr\u00f6\u00dferer Quatsch. Wahrscheinlich beherrscht die gute Frau die englischen Zahlen einfach nur sehr ungen\u00fcgend \u2013 ja, das wird es sein.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/wpid-PANO_20130815_060837.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"PANO_20130815_060837.jpg\" class=\"alignnone size-full\" alt=\"image\" src=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/wpid-PANO_20130815_060837.jpg\" \/><\/a> <\/p>\n<p>Im Bahnhof (Typ: Sozialistischer Prachtbau mit Glasfassade \u00e1 la Palast der Republik) waren alle B\u00e4nke und Sitzm\u00f6glichkeiten belegt. Wir suchten uns eine freie Stelle im Bahnhof, breiteten einen Schlafsack aus und machten es uns bequem. Lisa schlief schnell ein und ich vertrieb mir mit meinem Handy die Zeit. Ab und zu ein Blick auf die Anzeige (Die Versp\u00e4tung wuchs auf beachtliche 115 Minuten) und kurz vor Ankunft gem\u00e4\u00df Versp\u00e4tungszeit, standen wir an Bahnsteig 3 (Bemerkenswert: schon \u00fcber 2 Stunden vor Ankunft war das Gleis bekannt. Eine Meisterleistung). Der dort wartende Zug entpuppte sich als Direktverbindung nach Bukarest und war leider nicht von Interesse f\u00fcr uns. Mit zwei Stunden und zehn Minuten Versp\u00e4tung rollte schlie\u00dflich der IC(ein Schnellzug!!) nach Constanta ein. Rappelvoll.<\/p>\n<p>Mit M\u00fche bekamen wir einen Stehplatz auf dem Gang und entschlossen uns kurz darauf uns auf meinem Rucksack niederzulassen. St\u00e4ndig mussten wir aufstehen und Platz machen, denn irgendwer wollte immer aufs Klo, zur T\u00fcr, zum n\u00e4chsten offenen Fenster, \u2026 . Nach drei qu\u00e4lend langen Stunden erreichten wir Bukarest und einige Abteile leerten sich zumindest teilweise. Kaum hatten wir in einem davon Platz genommen, kam eine Gruppe junger Frauen mit Reservierungskarten f\u00fcr die entsprechenden Sitze \u2013 das Gl\u00fcck war nicht auf unsere Seite. Auf der Suche nach freien Pl\u00e4tzen kamen wir an einem Abteil vorbei, in welchem nur eine Frau sa\u00df &#8211; die anderen sieben Pl\u00e4tze waren frei. Lisa fragte die Frau, ob noch frei sei, doch diese antwortete etwas schnippig und fast schon emp\u00f6rt: Sie wisse nicht, ob die Pl\u00e4tze frei sind und wir sollten doch bitte auf dem Gang auf die Schaffnerin warten, um die zu fragen. Unser Gegenargument war klar: Aber JETZT ist hier frei &#8211; also k\u00f6nnen wir uns doch setzen und sobald jemand mit Reservierung kommt, gehen wir. Etwas murrend nahm sie das hin und verschwand kurz darauf f\u00fcr ein paar Minuten. Eine weitere Frau ohne Reservierung setzte sich noch zu uns und durfte sich -mutma\u00dflich- dasselbe anh\u00f6ren, nur diesmal auf Rum\u00e4nisch.<\/p>\n<p>Nach kurzer Zeit kam die Kontrolleurin &#8211; fragte nach den Tickets und bevor sie diese richtig gesehen hatte, sagte sie: &#8222;No reservation?! Not here. Go. Next. Next. Next. Next. Next.&#8220; Zu jedem &#8222;next&#8220; machte sie eine &#8222;geht in diese Richtung&#8220;-Geste. \u00a0Etwas verwirrt (das bl\u00f6de Abteil war leer und keiner wollte hinein) zogen wir ab. Sie wollte scheinbar, dass wir 5 Wagen weiterlaufen &#8211; aber warum? Ist dort Platz? Ein reservierungsfreies Abteil? Oder sollen in der Lokomotive Kohlen schaufeln? Wir gingen durch einen (Gro\u00dfraum-)Wagen, doch vor dem n\u00e4chsten stoppten wir: Hier war Platz und weiterlaufen war absurd: Der Gang war voller Menschen und gro\u00dfer Koffer &#8211; mit unserem Gep\u00e4ck eine sinnlose Tortur (f\u00fcr uns und die im Gang Stehenden). Uns beschlich der Verdacht, dass die Frau, die sich zuerst in dem Abteil befunden hatte, die Kontrolleurin auf uns angesetzt hat. Anders kann ich mir nicht erkl\u00e4ren, dass sie sofort und ohne unsere Tickets \u00fcberhaupt genau betrachtet zu haben, feststellte, dass wir keine Reservierung hatten.<\/p>\n<p>Bald war die Kontrolleurin wieder da und schickte uns (mit dem n\u00e4chsten Vertriebenen im Schlepptau) weiter: &#8222;Next. Next. Next. Next.&#8220; Uns blieb nichts anderes \u00fcbrig, als uns durch den engen Gang zu zw\u00e4ngen. Drei Wagen sp\u00e4ter trafen wir die Kollegin unserer Lieblingskontrolleuse. Diese wollte wieder unsere Tickets sehen, sagte dann einfach okay und ging ihrer Wege. Endlich konnten wir unser Gep\u00e4ck abstellen &#8211; an einen Sitzplatz war nicht zu denken, aber wir fanden an den T\u00fcren eine Treppenstufe, auf der wir uns niederlie\u00dfen.\u00a0Gest\u00f6rt wurden wir dort nur hin und wieder von Rauchern, die entweder auf die Toilette, in den &#8222;Raum&#8220; zwischen den zwei Wagons oder an die offene T\u00fcr* gingen um ihren Bed\u00fcrfnissen nachzugehen.<\/p>\n<p>Endlich in Constanta angekommen, fehlte nur noch eine Unterkunft. Das einzige Hostel der Stadt, sowie alle bezahlbaren Pensionen und Bed&amp;Breakfasts waren laut Internet ausgebucht und wir mussten nun selbst suchen. Der Plan sah vor entweder eine Touristeninfo oder eine privatvermietende Omi zu finden. Eine Information gab es im Bahnhof nicht und als wir ihn verlie\u00dfen, erf\u00fcllte sie die zweite Variante wie von selbst. Eine \u00e4ltere Frau (unterst\u00fctzt von einigen dolmetschenden Taxifahrern) und bot ein Zimmer mit Internet f\u00fcr 120RON &#8211; wir handelten sie auf 110 herunter** und folgten ihr. Sie konnte nur Rum\u00e4nisch und auch mein Italienisch war eher begrenzt hilfreich. Unsere Traumunterkunft war das Schlafzimmer der Wohnung im zehnten Stock eines h\u00fcbschen Plattenbaus. Der Aufzug nach oben ist mit &#8222;abenteuerlich&#8220; noch freundlich umschrieben und das Badezimmer lie\u00df sich -wie auch unser Zimmer- nicht verriegeln. Naja &#8211; was solls: Hauptsache ein Schlafplatz.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6913.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1602\" alt=\"_MG_6913\" src=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6913-1024x682.jpg\" width=\"580\" height=\"386\" srcset=\"https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6913-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6913-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/a>Wir fragten nach dem WLAN Passwort und wurden rum\u00e4nisch zugetextet. Als Reaktion auf unsere fragenden Gesichter wiederholte sie jeden ihrer S\u00e4tze noch einmal: nur lauter und eindringlicher.*** Nach einiger Zeit verstanden wir folgendes: Sie hat keine Ahnung, ihr Sohn aber schon. Der ist n\u00e4mlich Polizist, kann englisch sprechen und ihr gr\u00f6\u00dfter Stolz: Sie zeigte uns seine Uniform-M\u00fctze, seine Akademiezertifikate und und und. Erreichbar war er aber leider nicht und so gingen wir vorerst ohne Internetzugriff zum Strand.<\/p>\n<p>Sie begleitete uns bis zum Bahnhof, erz\u00e4hlte dabei viel \u00fcber sich und \u00fcber Busse &#8211; zumindest denke ich, dass das der Inhalt war. Dann zeigte sie uns den Weg zu Zentrum und Strand. Wir sagten tsch\u00fc\u00df und gingen vom Hunger gepackt in den erstbesten Supermarkt. Mit Baguette, 4 frischen Wienern und 2 Knackern schlossen wir das Loch in unseren M\u00e4gen und setzten den Weg zum Strand fort.<\/p>\n<p>Der Wind peitschte die Wellen auf und wir standen staunend davor: Eine breiter Sandstrand erstreckte sich vor uns. Wir stiegen die (ausgesprochen zahlreichen) Treppen hinab, suchten uns einen freien Platz und gingen (nacheinander) Baden. Wir hatten einfach zu viele wichtige Sachen dabei, als das wir es riskiert h\u00e4tten, sie ganz allein zu lassen. Es war trotzdem toll und nach dieser angenehmen Erfrischung lagen wir noch eine ganze Weile am Strand und beobachteten die anderen Besucher****.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6919.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1604\" style=\"margin-right: 8px;\" alt=\"_MG_6919\" src=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6919-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6919-300x200.jpg 300w, https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6919-1024x682.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Auf dem R\u00fcckweg zur Unterkunft gingen wir noch am Bahnhof vorbei, suchten verzweifelt einen Busfahrplan und die Gep\u00e4ckabgabe. Da eine Zugfahrt von Constanta nach Bulgarien ein kompletter Wahnsinn w\u00e4re (mehrfaches, knappes Umsteigen und nicht unter 16 Stunden zu bewerkstelligen), wollten wir einen Bus nehmen. Doch es war keiner zu finden und so gingen wir zur\u00fcck zu unsere Herberge &#8211; vielleicht ist ja der fast schon legend\u00e4re Sohn Alexandru da.<\/p>\n<p>Er war noch nicht da, aber die (seit der Bezahlung immer kratzb\u00fcrstiger gewordene) Omi verk\u00fcndete seine baldige Ankunft*****. Wir machten uns frisch und siehe da: Nach etwa 10 Minuten war Alex da. Er war sehr nett, gab uns das WLAN-Passwort und bot sogar an f\u00fcr uns im Internet nach einem Bus zu suchen. Sp\u00e4ter fragte er ob wir Lust h\u00e4tten uns von ihm die Stadt zeigen lassen. Wir hatten Lust und beschlossen noch kurz zu warten, bis er geduscht hat. Jetzt ist auch Zeit die Katze aus dem Sack zu lassen: Er ist nicht der Sohn, sondern das Enkelkind unserer lieben Elena.<\/p>\n<p>Wir gingen also zu dritt los und es wurde mit der Zeit immer deutlicher, dass ein eher untergeordnetes Interesse an Lisa hat. So kam es dann, dass ich sehr viel sprach und trotz zahlreicher Versuche Lisa kaum zu Wort kam. Am Hafen vorbei f\u00fchrte unsere Runde in das Stadtzentrum, wo wir in der N\u00e4he der Oper in die Bar do Brasil gingen. Lisa bestellte einen Thunfischsalat, ich ein Sandwich (mit Thunfisch) und Alex ein Bier. Wir sprachen \u00fcber Rum\u00e4nien und erfuhren, dass viele Rum\u00e4nen bei Vollzeitbesch\u00e4ftigung einen Monatslohn von etwa 150 Euro haben &#8211; und das ist auch f\u00fcr Rum\u00e4nien viel zu wenig, denn obwohl die Mieten g\u00fcnstig und die Dienstleistungen (wie z.B. der \u00f6ffentliche Nahverkehr) gerade zu l\u00e4cherlich billig sind, kosten Nahrungsmittel nur marginal weniger als bei uns. Nach unserem festlichen Mahl****** zeigte er uns noch den Weg in die Altstadt und verabschiedete sich von <del>uns<\/del> mir. Wir\u00a0schlenderten also zur Altstadt und werteten den bisherigen Abend aus: Alex war sehr nett, auskunftsfreudig und interessiert &#8211; mir gegen\u00fcber. M\u00f6glicherweise ist sein Interesse an Frauen generell eher ged\u00e4mpfter Natur.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6931.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1597\" style=\"margin-left: 8px; margin-top: 5px; margin-bottom: 5px;\" alt=\"_MG_6931\" src=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6931-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6931-300x200.jpg 300w, https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6931-1024x682.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> Die Altstadt, das muss man sagen, hat Potential: Alte, schmuckvolle, pr\u00e4chtige Geb\u00e4ude, allen voran das Kasino, zieren die Stra\u00dfen, hunderte gl\u00fcckliche Menschen ziehen durch die Gassen und von der Strandpromenade aus, sieht man die m\u00e4chtigen Kr\u00e4ne des Hafens. Doch fast alle Geb\u00e4ude sind verfallen oder zumindest stark heruntergekommen, die Stra\u00dfen nicht vorhanden: Wir liefen auf sandigen Schotterpisten in denen riesige L\u00f6cher klafften &#8211; Baut\u00e4tigkeiten sind deutlich zu erkennen, aber Constanta hat noch einen langen Weg vor sich um seine alte Pracht wiederzugewinnen. Bis die Bauarbeiten abgeschlossen sind, werden wohl weiterhin Sandst\u00fcrme durch die Gassen wehen und nichtsahnende Touris in FlipFlops \u00fcber Steine stolpern.<\/p>\n<p>Unser Heimweg war, bis auf einige Revierk\u00e4mpfe unter den zahllosen streunenden Hunden, unspektakul\u00e4r. Bestimmt 40 Minuten dauerte es, bis wir wieder an dem schmucken Neubau ankamen. Wir \u00f6ffneten die Haust\u00fcr mit einer Art &#8222;elektrischen Schl\u00fcssel&#8220; (funktioniert wie eine Chipkarte im Hotel, sieht aus wie ein USB-Stick) und kletterten in den Fahrstuhl. Der Boden gab mit einem lauten PENG kurz nach, wir schlossen die T\u00fcren und dr\u00fcckten auf die 10. Es dauerte kurz, dann setzte sich das H\u00f6llengef\u00e4hrt ruckartig in Bewegung. Nach Erreichen des neunten Stocks bremste die Kabine wieder ebenso ruckartig ab, wie sie beschleunigt hatte und schwebte ganz langsam nach oben.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/wpid-IMG_20130815_221142.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"IMG_20130815_221142.jpg\" class=\"aligncenter size-full\" alt=\"image\" src=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/wpid-IMG_20130815_221142.jpg\" \/><\/a> <\/p>\n<p>Wir schlossen die Wohnungst\u00fcr auf, Alex lag mit seinem Notebook in einem kleinen K\u00e4mmerchen und winkte <del>uns<\/del> mir zu, von unserer Gastgeberin war weit und breit keine Spur, doch aus dem Wohnzimmer war ein Fernseherger\u00e4usch zu vernehmen. Wir betraten den Raum und f\u00fcr einen Moment dachten wir es sei vielleicht Elenas Ehemann zuhause &#8211; doch wir sahen 3 offensichtlich behinderte Kinder und einen ebenfalls behinderten Mann. Die Vier schienen mindestens genau so \u00fcberrascht uns zu sehen wie wir.\u00a0Wir versuchten uns von dem kurzen Schreck nichts anmerken zu lassen, l\u00e4chelten, gr\u00fc\u00dften und gingen in unser Zimmer. Wie es scheint, nimmt Elena also nicht nur Touristen auf, sondern k\u00fcmmert sich auch um Bed\u00fcrftige (vielleicht geh\u00f6ren die ja auch zu ihrer Familie &#8211; wir wissen es nicht).<\/p>\n<p>Wir duschten noch kurz, machten uns fertig und gingen ins Bett. Der Tag war lang und anstrengend gewesen, die Hitze hatte uns die letzten Kr\u00e4fte geraubt und wir schliefen die ganze Nacht durch.<\/p>\n<p>*in Bahnh\u00f6fen, gern aber auch w\u00e4hrend der Fahrt: T\u00fcrblockierungsnothebel bet\u00e4tigen und schwupps ist die T\u00fcr offen.<br \/>\n**wobei wir sie auch f\u00fcr 100 bekommen h\u00e4tten bef\u00fcrchte ich<br \/>\n***eine Taktik, die sie bis zu unserer Abreise unbeeindruckt von ihrer Wirkungslosigkeit eisern durchhielt<br \/>\n****darunter eine auff\u00e4llig hohe Anzahl barbusiger Frauen aller Altersklassen<br \/>\n*****nachdem sie Lisa gema\u00dfregelt hatte, weil ihre FlipFlops im Flur nicht perfekt parallel standen<br \/>\n******bei Sandwich dachte ich an einen Snack &#8211; es war eher ein Hauptgericht &#8211; und Lisa erging es mit ihrem Salat ganz \u00e4hnlich: kurzum &#8211; wir waren satt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Schwarze Meer war unser Ziel, doch um von Brasov dorthin zu gelangen muss man bereit sein, einige Strapazen auf sich zu nehmen. 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