{"id":1559,"date":"2013-08-13T22:18:57","date_gmt":"2013-08-13T20:18:57","guid":{"rendered":"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/?p=1559"},"modified":"2014-06-01T21:31:23","modified_gmt":"2014-06-01T19:31:23","slug":"auf-der-suche-nach-sirius-black","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/?p=1559","title":{"rendered":"Auf der Suche nach Sirius Black"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6712.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1563\" alt=\"_MG_6712\" src=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6712-1024x682.jpg\" width=\"580\" height=\"386\" srcset=\"https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6712-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6712-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Nacht war eine Mischung aus eingetroffenen Erwartungen und \u00fcberraschenden Wendungen. Die wackelnden W\u00e4nde der Bahn hielten mich etwas vom Schlafen ab, w\u00e4hrend Paul sich daraus \u00fcberhaupt nichts machte. Innerhalb von Sekunden war er im Land der Tr\u00e4ume &#8211; und blieb dort bis zur Grenze. Dort kamen sie dann. Die Dementoren*. Zuerst im \u00e4u\u00dfersten Ungarn. Dann in Rum\u00e4nien. Der Zug hielt, man h\u00f6rte tiefe, dunkle Stimmen, es klopfte, die T\u00fcr ging auf und die Lichter an. Dann stand er vor uns. Juliens Vater**. Der Dementor sprach klar und fast deutlich: &#8222;Passport Control&#8220;. Wir taten, was er verlangte und hielten ihm unsere Ausweise unter die Nase. Anscheinend sahen wir unserem biometrischen Foto \u00e4hnlich genug und er ging.<\/p>\n<p><!--more--><a href=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6630.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1562\" style=\"margin-right: 8px;\" alt=\"_MG_6630\" src=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6630-200x300.jpg\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6630-200x300.jpg 200w, https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6630-682x1024.jpg 682w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>Im Folgenden schliefen wir gut, erst als die Sonne durch die wackelnden Vorh\u00e4nge schien, erwachten wir langsam. Wir putzen Z\u00e4hne und verbrachten die n\u00e4chsten Stunden damit, zu fr\u00fchst\u00fccken (mitgebrachtes pumpernickelartiges Brot mit sehr gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig aussehendem H\u00fchner-Dosenfleisch und Marmelade [die ich bevorzugte]), die Landschaft vorbeiziehen zu sehen und uns mit dem \u00f6sterreichischen Abteilkollegen zu unterhalten. Der fuhr, wie wir erfahren durften, auch nach Brasov &#8211; zu seiner Freundin und zum Wandern. Als wir so da sa\u00dfen und die Pferdewagen auf den Feldern kommentierten, trat unsere &#8222;Aufsichtsperson&#8220; ein &#8211; die Frau, die am Abend zuvor unsere Tickets eingesammelt und die Bettw\u00e4sche verteilt hat. Von ihr bekamen wir alle Dokumente zur\u00fcck und au\u00dferdem noch jeder eine Packung Salzstangen &#8211; so war der Preis, den wir f\u00fcr den Schlafwagen gezahlt haben gleich viel ertr\u00e4glicher. Als Brasov dann in Sichtweite war, kam die Frau erneut und teilte uns mit: In 20 Minuten werden wir ankommen. Nach sagenhaften 8 Minuten stand der Zug in Brasov am Bahnhof. 12 Minuten zu fr\u00fch, und doch eine Stunde zu sp\u00e4t. Verabschiedet vom \u00d6sterreicher, machten wir uns auf die Suche nach unserem Hostel. Unterwegs statteten wir der Bank noch einen Besuch ab. Der erste Eindruck der Stadt war leider nicht der Beste. Der neuere Teil ist von Plattenbau gepr\u00e4gt, viele Geb\u00e4ude befinden sich im Bau und man fragt sich st\u00e4ndig: Wie lange schon? Die L\u00e4nden links und rechts am Stra\u00dfenrand wirkten schmuddelig, dass einzig fr\u00f6hliche waren die V\u00f6gel, die bei jeder Gelegenheit an jeglichen Bankautomaten durch den Bildschirm flogen.<\/p>\n<p>Das Hostel fanden wir ohne Probleme, die Rezeptionistin war nett und der CheckIn schnell vollzogen. Unser <a href=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6621.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1561\" style=\"margin-left: 8px; margin-top: 8px; margin-bottom: 8px;\" alt=\"_MG_6621\" src=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6621-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6621-300x200.jpg 300w, https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6621-1024x682.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Doppelstockbett im sehr sauberen Zw\u00f6lf-Mann-Zimmer war zufriedenstellend. Sogar mit Schlie\u00dffach daneben. Wir richteten uns ein, duschten (in der Badewanne) und machten uns nach der langen zerknautschenden Nacht wieder h\u00fcbsch. Uns fiel auf, dass in der Unterkunft an allen freien Stellen der W\u00e4nde Zeichen und Symbole angebracht oder aufgemalt waren &#8211; im Ganzen machte das Haus einen eher buddhistischen Eindruck. Nachdem wir die meisten Ecken durchforstet hatten, gingen wir in die K\u00fcche, kochten uns Tee und a\u00dfen die Fertignudeln, die wir in Krakau von einer spendablen Werbefrau geschenkt bekommen haben. W\u00e4hrenddessen lernten wir auch wieder ein paar deutsche (h\u00fcbsche m\u00e4nnliche) Touristen kennen.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend machten wir uns auf in die Altstadt. Im Gegensatz zur Neustadt war diese einfach nur fantastisch. Alte Geb\u00e4ude, H\u00e4user mit M\u00e4rchent\u00fcrmchen &#8211; so wie man sich Transsilvanien vorstellt. Es fehlten nur noch Graf Dracula und Bibi Blocksberg. Kleine Gassen, die an Italien erinnern schl\u00e4ngelten sich durch die Stadt, \u00fcberall waren kleine Bars und gr\u00f6\u00dfere Restaurants. Am Horizont entdeckten wir auf einem kleinen Berg eine Burg. Wir beschlossen, uns diese noch vor dem Essen anzusehen, schlugen also die Richtung ein und gingen eine leicht ansteigende Stra\u00dfe entlang. Oben angekommen fiel uns ein Mann auf, der uns beobachtete und immer dann wegschaute, wenn wir zu ihm guckten. Wir wussten nicht genau, wo der Weg zur Burg entlang f\u00fchrte und entschieden uns nat\u00fcrlich erstmal f\u00fcr den Falschen. Wir waren keine 20 Meter gelaufen, begann der Mann im roten T-Shirt uns zu folgen, noch immer den Blick auf uns gerichtet. Wir merkten, dass wir falsch gelaufen waren, drehten um und liefen unserem Verfolger wieder entgegen. Bewusst wich er unseren Blicken aus, wir liefen ein St\u00fcck weiter, blieben stehen, drehten uns um. Der Mann ebenfalls. Er schaute uns an und wieder weg. Wir gingen weiter, immer mit einem Auge nach hinten gerichtet, er folgte uns nun wieder in die entgegengesetzte Richtung. Wir beschleunigten unseren Schritt, er auch. Wir blieben stehen, er auch. Endlich fanden wir den Weg, der zur Burg f\u00fchren sollte. Langsam machten wir uns Gedanken. Es war keine Menschenseele zu entdecken, nur unser Verfolger lie\u00df sich nicht abwimmeln und versteckte sich -wie unauff\u00e4llig- hinter einem Auto. Bedenken \u00fcberkamen uns und sogar Paul, der sonst in Allem das Gute sieht, bekam Zweifel. Wenn der Typ wirklich auf dumme Ideen kam und uns den Weg abschneiden wollte, dann h\u00e4tten wir ein Problem. Wir hatten alles dabei &#8211; Tickets, Geld, Karte, Kamera, Handys. Wir verworfen also unseren Plan und verschoben die Burg auf morgen. Erst als wir wieder in der \u00fcberlaufenen Altstadt waren, konnten wir sicher sein, dass er uns nicht gefolgt war.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6647.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1564\" alt=\"_MG_6647\" src=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6647-1024x682.jpg\" width=\"580\" height=\"386\" srcset=\"https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6647-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6647-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wir suchten uns ein nettes Lokal, bestellten jeder ein Bier und etwas typisch Rum\u00e4nisches zu Essen (Empfohlen vom Kellner. Er muss wohl ein Doppelleben f\u00fchren, wir sind uns sicher, es war der Schauspieler Simon Pegg). Es gab eine Art lange Klopse mit Pommes und Ketchup\/Senf. Leute beobachtend, ging die Zeit schnell rum, die Gl\u00e4ser leerten sich und unsere B\u00e4uche waren dem Platzen nahe. Also war es angebracht, sich noch etwas zu bewegen und wir schlenderten durch die Stadt und rund um einen \u00f6ffentlichen Sportplatz. Dort knipsten wir noch etwas durch die Gegend und beobachteten die Hunde, die hier anscheinend frei herumlaufen. Auf dem Marktplatz suchten wir uns dann auf einer Treppe noch ein Pl\u00e4tzchen und sahen Jung und Alt an uns vor\u00fcberziehen. Als wir davon genug hatten, kauften wir uns noch einen kleinen Biervorrat, den wir im Hostel erst auf der Terrasse und dann im Hobbykeller leerten.<\/p>\n<p>Anmerkung vom Autor: Endlich wieder ein richtiges Bett!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6725.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1565\" alt=\"_MG_6725\" src=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6725-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>\u00a0<a href=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6736.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1566\" alt=\"_MG_6736\" src=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6736-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>\u00a0<a href=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6740.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1567\" alt=\"_MG_6740\" src=\"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MG_6740-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>* zum Vergleich: Harry Potter 3 &#8211; Der Gefangene von Askaban<br \/>\n** An dieser Stelle: Julien? Seit wann ist dein Vater rum\u00e4nischer Dementor? Und warum ist er nicht in der Lage Abteilt\u00fcren zu \u00f6ffnen. Du solltest ihm das beibringen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nacht war eine Mischung aus eingetroffenen Erwartungen und \u00fcberraschenden Wendungen. Die wackelnden W\u00e4nde der Bahn hielten mich etwas vom Schlafen ab, w\u00e4hrend Paul sich daraus \u00fcberhaupt nichts machte. Innerhalb von Sekunden war er im Land der Tr\u00e4ume &#8211; und blieb dort bis zur Grenze. Dort kamen sie dann. Die Dementoren*. Zuerst im \u00e4u\u00dfersten Ungarn. 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