{"id":1239,"date":"2012-08-17T22:46:55","date_gmt":"2012-08-17T20:46:55","guid":{"rendered":"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/?p=1239"},"modified":"2013-07-03T12:00:04","modified_gmt":"2013-07-03T10:00:04","slug":"1239","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/?p=1239","title":{"rendered":"Die perfekte \u00dcberschrift folgt noch&#8230;"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"thickbox\" title=\"Ein alter Freund von uns: Goethe\" href=\"http:\/\/lh3.ggpht.com\/-FNCMfjxD44U\/UC0HVRbMR3I\/AAAAAAAABe4\/tHm7noP-nnw\/_MG_2620.JPG\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Ein alter Freund von uns: Goethe\" alt=\"_MG_2620.JPG\" src=\"http:\/\/lh3.ggpht.com\/-FNCMfjxD44U\/UC0HVRbMR3I\/AAAAAAAABe4\/tHm7noP-nnw\/w500\/_MG_2620.JPG\" width=\"350\" height=\"525\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Wecker lie\u00df uns den Donnerstag eher beginnen, als wir wollten. Die Botschaft \u00f6ffnete um 9 und wir wollten das ganze so schnell wie m\u00f6glich hinter uns bringen. Los ging es also zur n\u00e4chsten Metrostation, das Ticket wurde gekauft und wir setzten uns in den diesmal halbleeren Bus (welch Ironie des Schicksals \u2013 schon hat man kein Gep\u00e4ck mehr, denkt gar keiner daran uns im Bus zu bedr\u00e4ngen). Wir kamen am Hauptbahnhof an und beschlossen, vorerst im Fundb\u00fcro nachzufragen, ob eine Geldb\u00f6rse abgegeben wurde \u2013 aber irgendwie konnte uns hier keiner weiterhelfen. Wir erkundigten uns am Ticketschalter, man teilte uns mit, dass es im Bahnhof kein \u201eLost And Found\u201c gebe, wir uns aber im Fundb\u00fcro der Stadt erkundigen k\u00f6nnten. Die Frau gab uns die Adresse und die Telefonnummer \u2013 wir entschieden uns, es telefonisch zu probieren. Am anderen Ende meldete sich ein Mann. Wir erkl\u00e4rten ihm das Problem, doch er meinte, in den letzten Tagen sei kein Portemonnaie abgegeben worden, aber wir sollen es doch in ein paar Tagen noch einmal versuchen: \u201eDas dauert immer ein ganzes St\u00fcck\u201c. Wir hatten nicht wirklich Hoffnung hinein gesetzt, aber etwas entt\u00e4uscht waren wir trotzdem.<br \/>\n<a class=\"thickbox\" title=\"Treppen am Piazza di Spagna\" href=\"http:\/\/lh4.ggpht.com\/-yndqWDUBPQs\/UC0Gc9p_XMI\/AAAAAAAABe4\/Mkm_l8mGmlg\/_MG_2616.JPG\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Treppen am Piazza di Spagna\" alt=\"_MG_2616.JPG\" src=\"http:\/\/lh4.ggpht.com\/-yndqWDUBPQs\/UC0Gc9p_XMI\/AAAAAAAABe4\/Mkm_l8mGmlg\/h500\/_MG_2616.JPG\" width=\"250\" \/><\/a> N\u00e4chste Station: Fotoautomat. Ich l\u00e4chelte einmal ganz nett, lie\u00df die Maschine meine 5\u20ac fressen und dr\u00fcckte auf \u201eDrucken\u201c. Heraus kamen gro\u00dfe und kleine (wirklich nicht sch\u00f6ne) Bilder. Ein Blick auf die Stadtkarte verriet uns nun, wie wir am besten zur Deutschen Botschaft kommen w\u00fcrden. Diese war auch schnell gefunden. Eine Polizistin, die zur Wache vor der T\u00fcr stand, teilte uns jedoch mit, dass nur eine Person die Botschaft betreten d\u00fcrfe. Das bedeutete f\u00fcr Paul erst einmal Erholung von mir. Er setzte sich (wie ihr bereits wisst) in ein Cafe und trank gem\u00fctlich einen Cappuccino, w\u00e4hrend ich mich mit den Beh\u00f6rden rum\u00e4rgern musste.<br \/>\nIch betrat den Warteraum, zog eine Nummer und setzte mich. Au\u00dfer mir waren noch 4 weitere Kunden da \u2013 ein M\u00e4dchen (anscheinend auch Interrailerin) kam mir von Anfang an bekannt vor, ich w\u00fcrde wetten, wir haben sie und ihre Freundinnen in Split gesehen. Nach einer Weile blinkte auf dem Bildschirm die Nummer 84 auf \u2013 mein Zeichen. Ich ging zum Schalter und erkl\u00e4rte dem jungen Mann dahinter die Sache mit meinem Ausweis und das ich dringend einen Ersatz f\u00fcr den Flug br\u00e4uchte. Er verstand sofort. Nachdem er den Polizeibericht \u00fcberflogen hatte, sah er mich besorgt an: \u201eDu bist also noch minderj\u00e4hrig? Ich brauche ein Einverst\u00e4ndnis deiner Eltern, um dir einen vorl\u00e4ufigen Ausweis ausstellen zu d\u00fcrfen.\u201c &#8211; na ganz gro\u00dfe Klasse. Ich f\u00fcllte zun\u00e4chst einen Antrag aus (2 Seiten, auf denen exakt das gleiche stand) und gab dem Botschaftler den ganzen Zettelkram, den er haben wollte. W\u00e4hrenddessen telefonierte er nach Crimmitschau, um meine Identit\u00e4t zu \u00fcberpr\u00fcfen. Ein Wunder \u2013 der Computer in Crimmitschau kannte mich und es wurde eine Kopie meines Ausweises per Email verschickt. Jetzt bestand nur noch das Problem mit dem Einverst\u00e4ndnis der Eltern. Nachdem eine Frau am Schalter 2 nach einer gef\u00fchlten Stunde ihren Auftritt (und man kann wirklich sagen AUFTRITT) beendet hatte, trat ich ans Telefon und beanspruchte mein Ged\u00e4chtnis sehr. Die Handynummer meiner Mutti war die Einzigste, die ich halbwegs auf die Reihe bekam (zuhause war ja aus Arbeitsgr\u00fcnden keiner zu erreichen). Also rief ich Mutti an und konfrontierte sie damit. Nach einer Weile war die Email-Adresse von D. (der junge Mann am Schalter) durchgegeben und ich musste mich jetzt vollkommen auf die F\u00e4higkeiten meiner Eltern verlassen. Ich setzte mich also wieder hin und beobachtete das weitere Geschehen. Kurze Zeit sp\u00e4ter winkte mich D. zu sich hin. \u201eIch glaub dir jetzt einfach, dass die Email gleich noch kommt. Wenn das unter uns bleibt, mach ich dir das Zeug fertig und dann kannst du gehen!\u201c sagte er und zwinkerte mir zu &#8211; ein Netter, oder? Fr\u00fcher als gedacht war ich also wieder drau\u00dfen und konnte Paul Gesellschaft leisten. Ich bestellte ebenfalls einen Cappuccino und wir sa\u00dfen noch eine Weile. Als wir genug geglotzt hatten, zahlten wir und liefen Richtung Bahnhof zur\u00fcck. Dort schlenderten wir durch einige L\u00e4den (auf der Suche nach einem neuen Portemonnaie), doch als wir nicht f\u00fcndig wurden, machten wir uns wieder auf den Heimweg. Durch viele viele \u2026 viele Parks und Stra\u00dfen fanden wir den Weg so ungef\u00e4hr, machten hier und da noch einen Umweg, schauten uns auf verschiedenen kleinen M\u00e4rkten um, kauften ein paar Weintrauben und gingen dann zur\u00fcck in die Unterkunft, um eine Pause einzulegen. Die Hitze machte einen fertig \u2013 das war schlimmer, als der lange Fu\u00dfmarsch.<br \/>\n<a class=\"thickbox\" title=\"Petersdom\" href=\"http:\/\/lh4.ggpht.com\/-7enPmozjONc\/UC0DorHEyVI\/AAAAAAAABe4\/w1vx-sfxHWA\/_MG_2509.JPG\"><img decoding=\"async\" class=\"alignright\" title=\"Petersdom\" alt=\"_MG_2509.JPG\" src=\"http:\/\/lh4.ggpht.com\/-7enPmozjONc\/UC0DorHEyVI\/AAAAAAAABe4\/w1vx-sfxHWA\/h500\/_MG_2509.JPG\" width=\"250\" \/><\/a> Am Abend wollten wir den Urlaub noch angemessen ausklingen lassen und setzten uns in ein Lokal gleich um die Ecke. Nach dem Antipasti \u2013 Bruschetta \u2013 kam der Hauptgang (f\u00fcr Paul zwei Hauptg\u00e4nge). Er bestellte erst Spaghetti mit einer leckeren Pesto-So\u00dfe und anschlie\u00dfend noch einen H\u00fchnchenteller (oder so etwas in der Art). Ich gab mich mit einer gro\u00dfen Portion Spaghetti mit Tomatenso\u00dfe zufrieden. Zum Schluss entwickelten wir Appetit auf etwas Frisches und orderten ein Gericht namens \u201eFr\u00fcchte der Saison\u201c. Was wir bekamen, war eher eine Frucht der Saison. Ein gro\u00dfes St\u00fcck Melone mittig auf dem Teller platziert \u2013 nicht das, was wir uns vorgestellt haben, aber trotzdem lecker. Voll bis zum Rand zahlten wir und mussten unbedingt noch eine Verdaurunde laufen, sonst w\u00e4ren wir auf der Stelle geplatzt. Wir schlenderten am Tiber-Ufer entlang und betrachteten Jugendliche, die sich bereit f\u00fcr die n\u00e4chtlichen Partys machten. Ersch\u00f6pft kamen wir wieder in der Via La Goletta an \u2013 sp\u00e4ter als vorher geplant. Und so begann die letzte Nacht im Urlaub&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Wecker lie\u00df uns den Donnerstag eher beginnen, als wir wollten. Die Botschaft \u00f6ffnete um 9 und wir wollten das ganze so schnell wie m\u00f6glich hinter uns bringen. 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