{"id":1212,"date":"2012-08-16T16:56:37","date_gmt":"2012-08-16T14:56:37","guid":{"rendered":"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/?p=1212"},"modified":"2013-07-05T14:39:31","modified_gmt":"2013-07-05T12:39:31","slug":"a-bissal-schwund-is-imma","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/?p=1212","title":{"rendered":"&#8222;A bissal Schwund is imma&#8220;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><a class=\"thickbox\" title=\"Hin und wieder verschwindet etwas in Rom...\" href=\"http:\/\/lh5.ggpht.com\/-2k_BCGgb9vQ\/UC0Fgt_5mxI\/AAAAAAAABe4\/E4hfQGOjRXc\/h700\/_MG_2532.JPG\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Hin und wieder verschwindet etwas in Rom...\" alt=\"_MG_2532.JPG\" src=\"http:\/\/lh5.ggpht.com\/-2k_BCGgb9vQ\/UC0Fgt_5mxI\/AAAAAAAABe4\/E4hfQGOjRXc\/w500\/_MG_2532.JPG\" width=\"500\" height=\"333\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Tag in Bologna begann anders, als erwartet \u2013 und zwar in einem vollkommen \u00fcberf\u00fcllten Cafe mit einem Cappuccino und einem Brioche (etwas Croissantartiges). W\u00e4hrend wir gen\u00fcsslich a\u00dfen, h\u00f6rten wir den gestressten Italienern zu, die versuchten, sich gegenseitig nicht im Weg rum zu stehen und trotzdem ihre Aufgaben ordentlich zu erf\u00fcllen. In einem Moment der Unachtsamkeit stand pl\u00f6tzlich Hermann neben uns, der freundliche S\u00fcdtiroler, und fragte uns, ob alles gut sei und wir gut geschlafen h\u00e4tten. Nach einem kurzen Dialog fuhr er mit dem klapprigen Fahrrad weiter seiner Wege \u2013 wahrscheinlich auf der Suche nach neuen potentiellen Unterkunftssuchenden. Als alle Sachen gepackt, jeder Ablageplatz auf Leere kontrolliert und alle Klo-G\u00e4nge erledigt waren, gingen wir, den Schildern folgend, zum Bahnhof (nachdem wir am Eingang noch einmal auf Hermann trafen, der nun seiner Putzfrau Gesellschaft leisten wollte).<a class=\"thickbox\" title=\"Piazza Navone\" href=\"http:\/\/lh3.ggpht.com\/-9EvGv3o9huI\/UC0EHYa8YEI\/AAAAAAAABe4\/F0MVN2uKdKE\/h700\/_MG_2518.JPG\"><img decoding=\"async\" class=\"alignright\" title=\"Piazza Navone\" alt=\"_MG_2518.JPG\" src=\"http:\/\/lh3.ggpht.com\/-9EvGv3o9huI\/UC0EHYa8YEI\/AAAAAAAABe4\/F0MVN2uKdKE\/h300\/_MG_2518.JPG\" width=\"275\" \/><\/a><br \/>\nDa wir noch \u00fcber eine Stunde Zeit hatten, nahmen wir im Warteraum Platz, gingen abwechselnd in die Haupthalle, um nach Postkarten zu schauen und begafften Leute, die \u00fcberraschend auff\u00e4llig zur\u00fcckgafften. Einem \u00e4lteren Ehepaar hatten wir es anscheinend am meisten angetan, denn sie scheuten sich nicht einmal davor, uns direkt in die Augen zu schauen und unterhielten sich noch relativ lautstark auf italienisch \u00fcber unsere Rucks\u00e4cke. Als es dann Zeit war, zu unserem Gleis zu gehen, verabschiedeten wir uns provokant freundlich mit einem kr\u00e4ftigen \u201eCiao \u2013 Buon Viaggio\u201c (zu deutsch: \u201eTsch\u00fcss \u2013 Gute Reise\u201c).<br \/>\nUnser Zug kam \u00fcberraschenderweise p\u00fcnktlich, wenn nicht sogar \u00fcberp\u00fcnktlich, am Gleis 6 an. Wir hatten eine Reservierung, sodass es uns leicht fiel, die Pl\u00e4tze zu finden. Probleme gab es anfangs mit der Verstauung unserer Rucks\u00e4cke, da die oberen Ablagen zu klein und die Gep\u00e4ckf\u00e4cher voll waren. Doch irgendwie mit ein bisschen Zauberei l\u00f6ste sich das Problem von allein. Mit einem Zwischenstopp in Florenz waren wir ca. 2 Stunden sp\u00e4ter in Roma Termini. Hier wartete der erste kleine Schock des Tages auf uns: Die U-Bahn-Linie A, mit der wir zu unserer Unterkunft kommen wollten, fiel aus. Schienenersatzverkehr war die Folge. Gef\u00fchlte 5 Millionen Menschen st\u00fcrmten zu den Bussen, dementsprechend voll waren diese. Wir l\u00f6sten ein Ticket und stiegen ein. Es war wahnsinnig warm, wir hatten noch nie so engen <a class=\"thickbox\" title=\"Der Aufzug in der Via La Goletta\" href=\"http:\/\/lh4.ggpht.com\/-w5WmAfusQ2M\/UC0HYIpKhxI\/AAAAAAAABe4\/jpyGg7Mc-sw\/h700\/IMG_2650.JPG\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Der Aufzug in der Via La Goletta\" alt=\"IMG_2650.JPG\" src=\"http:\/\/lh4.ggpht.com\/-w5WmAfusQ2M\/UC0HYIpKhxI\/AAAAAAAABe4\/jpyGg7Mc-sw\/h500\/IMG_2650.JPG\" width=\"275\" \/><\/a> K\u00f6rperkontakt mit anderen fremden Leuten und dazu fuhr der Busfahrer noch wie ein Irrer. Es wurde uns mulmig im Magen und wir mussten aus \u00dcbelkeitsgr\u00fcnden schon an der 3. Station (von 5, 6 oder so) eine Pause einlegen. Als es uns (oder besser: mir) wieder besser ging, waren wir schon drauf und dran in den n\u00e4chsten Bus zu steigen, als ich merkte, dass irgendwas fehlte. Das Fach an meinem H\u00fcftgurt war merkw\u00fcrdiger Weise ge\u00f6ffnet. Und darin befand sich \u2013 kein Portemonnaie mehr. In diesem Gedr\u00e4nge musste mir das irgendein * piiieeep * direkt aus der Tasche geklaut haben. Vollkommen \u00fcberrumpelt lie\u00dfen wir auch diesen Bus ohne uns weiterfahren. Nachdem wir erfolglos alle Taschen und Beutel, die wir bei uns hatten noch einmal durchsucht hatten, konnten wir nichts anderes tun, als erstmal in die Unterkunft zu fahren und dort einen weiteren Plan zu erstellen. Unser Vermieter kam, etwas verschlafen, aber dennoch freundlich, und \u00f6ffnete uns die T\u00fcr. Er zeigte uns ein Zimmer in einer Seitenstra\u00dfe, welches jedoch den Nachteil hatte, dass zur Zeit das Internet defekt war. Wir erkl\u00e4rten ihm unser Problem mit dem gestohlenen Portemonnaie; er verstand und sagte, er k\u00f6nnte uns auch in einem anderen Haus unterbringen, da wir in diesem speziellen Fall ja dringend Internet br\u00e4uchten. Eine halbe Stunde sp\u00e4ter standen wir also in dem wesentlich helleren Zimmer in der Via La Goletta (so hei\u00dft die Stra\u00dfe) und beratschlagten uns. Was ist in der Geldb\u00f6rse gewesen? 25\u20ac &#8211; na ja, verschmerzbar. Sparkassenkarte \u2013 schnell Papa anrufen und sperren lassen. Krankenkarte \u2013 bekomme ich hoffentlich schnell eine Neue. Bahncard \u2013 schlecht, denn unsere Heimfahrt von Berlin war bereits mit Bahncard gekauft, muss am Schalter in Berlin gekl\u00e4rt werden. Der Schlimmste Verlust war mein Personalausweis, denn schlie\u00dflich fliegen wir am Freitag und ohne Ausweis k\u00f6nnte das sehr schwierig werden. Na super. Somit war klar, was wir an unserem ersten Tag in Rom machen w\u00fcrden: Polizei und Deutsche Botschaft. Es dauerte eine halbe Ewigkeit, bis wir die Polizeistation fanden, wir klingelten, nichts geschah. Noch einmal, nichts. Eine Frau kam, klingelte, die T\u00fcr wurde ge\u00f6ffnet. Na gut. Wir betraten den Vorraum und ein Polizist sah uns fragend an. Wir versuchten ihm zu erkl\u00e4ren, dass ein Portemonnaie gestohlen wurde und wir jetzt gern eine Anzeige aufgeben w\u00fcrden. Der Mann sprach nur \u00e4u\u00dferst wenig und schlecht Englisch, was das ganze etwas erschwerte. Er holte uns ein deutschsprachiges Formular und bat uns jenes auszuf\u00fcllen. Name, Adresse, Verlust usw. W\u00e4hrenddessen telefonierte er mit einem Kollegen und fragte, ob es m\u00f6glich sei, dass er ins Revier kommt. Anscheinend war es nicht m\u00f6glich, <a class=\"thickbox\" title=\"Fiat 500\" href=\"http:\/\/lh5.ggpht.com\/-p3vxB6R7YHw\/UC0DwyCc92I\/AAAAAAAABe4\/jWgbft_RA-U\/h700\/_MG_2503.JPG\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Fiat 500\" alt=\"_MG_2503.JPG\" src=\"http:\/\/lh5.ggpht.com\/-p3vxB6R7YHw\/UC0DwyCc92I\/AAAAAAAABe4\/jWgbft_RA-U\/h300\/_MG_2503.JPG\" width=\"275\" \/><\/a> denn kurze Zeit sp\u00e4ter kam eine Frau (die ziemlich verschlafen wirkte) in Jeans und T-Shirt herein marschiert, krallte sich meinen Report und verschwand in ein Nebenzimmer. Ein paar Minuten sp\u00e4ter \u2013 wir hatten in der Zeit dem \u00e4u\u00dferst billigen Polizeiautomat eine Flasche Wasser entzogen \u2013 kam sie mit zwei Kopien, dr\u00fcckte sie mir in die Hand und wir konnten gehen. Ok, das war einfach. Die deutsche Botschaft hielt uns etwas l\u00e4nger auf, denn sie hatte geschlossen. Im Internet fanden wir eine Notfallnummer, da auch am Folgetag wegen einem gro\u00dfen Feiertag geschlossen sein sollte. Man empfahl uns auf der Internetseite eine SMS zu senden, also taten wir das. Aber irgendwie passierte nichts. Keinerlei Reaktion. Wir holten uns Hilfe und telefonierten nach Deutschland. Pauls Vati riet uns, jetzt bei der Notfallnummer anzurufen. Durch die SMS war ich mir ziemlich sicher, diese Nummer im Handy eingespeichert zu haben. Ich w\u00e4hlte den Eintrag \u201eRom\u201c und dr\u00fcckte den gr\u00fcnen H\u00f6rer. Es meldete sich am anderen Ende ein Mann: \u201ePronto\u201c. Ich fragte, ob ich dort bei der Deutschen Botschaft gelandet sei und ob sie mir vielleicht kurz helfen k\u00f6nnten. Der Mann verstand kein Wort. Ich reichte mein Telefon an Paul weiter, da es mir langsam etwas komisch vorkam. Paul erkl\u00e4rte nun auf Englisch das ganze Desaster von meinem Portemonnaie. Der Mann verstand immer noch nichts. Verwirrt legten wir auf. Ich schaute auf mein Handy und lag flach vor lachen. Wir hatten gerade unseren Zimmervermieter angerufen. Ich hatte seine Nummer ins Telefonbuch eingetragen und nicht die von der Botschaft. Das war echt peinlich! Versuch Nummero zwei klappte. Ich redete mit einer Frau, die mir erkl\u00e4rte, wie und wo ich einen Ersatzausweis bekommen k\u00f6nnte, sagte aber gleichzeitig, ich solle mich doch erst einmal an unsere Fluggesellschaft wenden, denn manchmal reiche auch die Verlustbescheinigung der Polizei f\u00fcr den Check In. Also suchten wir uns die Nummer von AirBerlin und scheiterten sofort wieder. Alle angegebenen Nummern funktionierten aus welchen Gr\u00fcnden auch immer nicht. Also blieb es uns nur, eine Email zu schreiben und auf Antwort zu hoffen.<br \/>\nUm diesen Schock des Tages zu verdauen, machten wir noch etwas Pause und gingen anschlie\u00dfend noch einmal in die Stadt, um noch etwas anderes zu sehen, als nur den Weg zu Polizeistation. Wir g\u00f6nnten uns ein leckeres Eis (diesmal sogar 2 Sorten) und sahen den Petersdom, das Kastell St. Angelo, den Piazza Navone und erkundeten beide Seiten des Tibers. Nach einem langen, aufregenden Tag fielen wir schlie\u00dflich m\u00fcde ins Bettchen und schliefen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Tag in Bologna begann anders, als erwartet \u2013 und zwar in einem vollkommen \u00fcberf\u00fcllten Cafe mit einem Cappuccino und einem Brioche (etwas Croissantartiges). W\u00e4hrend wir gen\u00fcsslich a\u00dfen, h\u00f6rten wir den gestressten Italienern zu, die versuchten, sich gegenseitig nicht im Weg rum zu stehen und trotzdem ihre Aufgaben ordentlich zu erf\u00fcllen. 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