{"id":1108,"date":"2012-08-07T01:15:44","date_gmt":"2012-08-06T23:15:44","guid":{"rendered":"http:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/?p=1108"},"modified":"2012-08-07T01:15:44","modified_gmt":"2012-08-06T23:15:44","slug":"eine-sehr-lange-zugfahrt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/allgemeine-gefahrenstelle.de\/?p=1108","title":{"rendered":"Eine sehr lange Zugfahrt &#8230;"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"thickbox\" title=\"Die T\u00fcr war offen. W\u00e4hrend der Fahrt\" href=\"http:\/\/lh6.ggpht.com\/-S1ANDEhk0xo\/UCEsyeGfvCI\/AAAAAAAABJk\/NGe375slE8E\/h700\/_MG_2030.JPG\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Die T\u00fcr war offen. W\u00e4hrend der Fahrt\" src=\"http:\/\/lh6.ggpht.com\/-S1ANDEhk0xo\/UCEsyeGfvCI\/AAAAAAAABJk\/NGe375slE8E\/w500\/_MG_2030.JPG\" alt=\"_MG_2030.JPG\" width=\"500\" \/><\/a><\/p>\n<p>Da waren wir also &#8211; Belgrad. Und wir hatten keinen Plan, wohin uns die n\u00e4chsten Tage f\u00fchren w\u00fcrden. Wir haben Karten gelesen, uns im Internet informiert und an Bahnh\u00f6fen Schilder gelesen, doch alles endete meist nur mit groben und unvollst\u00e4ndigen Ideen. Wir wollten in Richtung Montenegro, soviel stand fest, aber der einzige sinnvolle Halt &#8211; die Hauptstadt mit dem sch\u00f6nen Namen Podgorica &#8211; war 10,5 Zugstunden von Belgrad entfernt. Wir zweifelten. Schlie\u00dflich einigten wir uns doch darauf, die lange Fahrt auf uns zu nehmen. Ein Grund, weshalb wir das taten: die Strecke gilt als eine der Sch\u00f6nsten Europas und man \u00fcberquert die h\u00f6chste Eisenbahnbr\u00fccke unseres Kontinentes.<br \/>\nSo ging es halb fr\u00fch um 9:10 Uhr an den Belgrader Bahnhof und hinein in den Zug. Da wir keine Reservierung hatten, wurden wir erstmal von unseren Sitzpl\u00e4tzen verscheucht, fanden aber sofort Neue.<a class=\"thickbox\" title=\"Die Hitze beginnt zu wirken\" href=\"http:\/\/lh3.ggpht.com\/-2ilDoCxgJvY\/UCEIx5f2-fI\/AAAAAAAABJk\/g3w9lbwhrGs\/h700\/_MG_1984.JPG\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Die Hitze beginnt zu wirken\" src=\"http:\/\/lh3.ggpht.com\/-2ilDoCxgJvY\/UCEIx5f2-fI\/AAAAAAAABJk\/g3w9lbwhrGs\/h300\/_MG_1984.JPG\" alt=\"_MG_1984.JPG\" width=\"275\" \/><\/a><br \/>\nDie n\u00e4chsten Stunden waren an sich ziemlich ereignislos und warm (die Sonne prasselte durch das Fenster ohne Vorhang und wir brutzelten und schmolzen vor uns hin). Wir a\u00dfen (weiche Gummib\u00e4rchen), schliefen, h\u00f6rten Musik, beobachteten Leute und schauten aus dem Fenster. Letzteres lohnte sich ausgesprochen sehr, die Landschaft von Montenegro ist atemberaubend. Steile, hohe Berge begrenzen T\u00e4ler, in denen kleine D\u00f6rfer und B\u00e4che liegen. B\u00e4ume links von uns, der Abgrund rechts. Oder umgekehrt. Es gab st\u00e4ndig etwas Neues zu sehen. Vorausgesetzt man sah \u00fcberhaupt etwas, denn die Eisenbahnstrecke f\u00fchrt durch 254 Tunnel (laut Wikipedia sind das allein 114,435 km des 454,8 km langen Weges). Wenn man dabei noch auf das Licht im Zug verzichten muss (wir wissen nicht genau, ob es Absicht oder einfach kaputt war), wird einem schon einmal schwarz vor Augen. Au\u00dferdem \u00fcberquerten wir 435 gro\u00dfe und kleine Br\u00fccken &#8211; unter anderem auch das Mala-Rijeka-Viadukt, das mit 198m als die h\u00f6chste Eisenbahnbr\u00fccke Europas gilt. Die Aussicht von hier war super, genauso wie unser Sitznachbar, der uns Gott sei Dank rechtzeitig darauf aufmerksam machte, unsere Kameras zu &#8222;preparen&#8220;.<a class=\"thickbox\" title=\"Diese leicht verschwommene Form ist die h\u00f6chste Eisenbahnbr\u00fccke Europas: Das Maja-Rieka-Viadukt 198m\" href=\"http:\/\/lh4.ggpht.com\/-YSGyI_jJZa8\/UCEs2tyUHjI\/AAAAAAAABJk\/pp-27QWDJ-s\/h700\/_MG_2045.JPG\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" title=\"Diese leicht verschwommene Form ist die h\u00f6chste Eisenbahnbr\u00fccke Europas: Das Maja-Rieka-Viadukt 198m\" src=\"http:\/\/lh4.ggpht.com\/-YSGyI_jJZa8\/UCEs2tyUHjI\/AAAAAAAABJk\/pp-27QWDJ-s\/h300\/_MG_2045.JPG\" alt=\"_MG_2045.JPG\" width=\"275\" height=\"300\" \/><\/a><br \/>\nMit vielen grandiosen Eindr\u00fccken und einer Stunde Versp\u00e4tung (unsere Theorie: die Passkontrollen an der Grenze waren nicht in die Fahrtzeit einberechnet) erreichten wir Podgorica. Schon in Belgrad hatten wir ein Hostel gebucht, welches wir mit einigem Nachfragen dann auch fanden. Der Besitzer des Hauses war nicht viel \u00e4lter als wir und begr\u00fc\u00dfte uns freundlich mit einem H\u00e4ndedruck. Gleich lernten wir auch unsere 3 Zimmergenossen kennen, die etwas franz\u00f6sisch klangen, irgendwie aber auch nicht. Wir duschten, machten uns fertig und wanderten in die Stadt. In einem sympathisch aussehenden Lokal lie\u00dfen wir uns nieder, bestellten Pizza und Nudeln und etwas zu trinken und lie\u00dfen den Abend gem\u00fctlich ausklingen. Anschlie\u00dfen flanierten wir noch etwas durch die etwas italienisch wirkende Altstadt, fanden den Weg zur\u00fcck zum Hostel und fielen nach einem langen Zug-Tag m\u00fcde ins Bettchen.[pe2-gallery class=&#8220;alignleft&#8220; ] <a class=\"thickbox\" title=\"Tunnel in Sicht\" href=\"http:\/\/lh5.ggpht.com\/-6erZ6_nXOzU\/UCEr6ocpTfI\/AAAAAAAABJk\/p2KOow4x5sg\/h700\/_MG_1995.JPG\" rel=\"5021a0eea2fa0\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Tunnel in Sicht\" src=\"http:\/\/lh5.ggpht.com\/-6erZ6_nXOzU\/UCEr6ocpTfI\/AAAAAAAABJk\/p2KOow4x5sg\/s150-c\/_MG_1995.JPG\" alt=\"_MG_1995.JPG\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a class=\"thickbox\" title=\"Ein kleines Haus am Streckenrand\" href=\"http:\/\/lh5.ggpht.com\/--CIlfGAw17A\/UCEsz5TQJHI\/AAAAAAAABJk\/Oa4XKxUpr6o\/h700\/_MG_2037.JPG\" rel=\"5021a0eea2fa0\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Ein kleines Haus am Streckenrand\" src=\"http:\/\/lh5.ggpht.com\/--CIlfGAw17A\/UCEsz5TQJHI\/AAAAAAAABJk\/Oa4XKxUpr6o\/s150-c\/_MG_2037.JPG\" alt=\"_MG_2037.JPG\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a class=\"thickbox\" title=\"Mitfahrerin\" href=\"http:\/\/lh5.ggpht.com\/-mY6QQhdY948\/UCEIwwYg1lI\/AAAAAAAABJk\/tqg9fI7JGZI\/h700\/_MG_1968.JPG\" rel=\"5021a0eea2fa0\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Mitfahrerin\" src=\"http:\/\/lh5.ggpht.com\/-mY6QQhdY948\/UCEIwwYg1lI\/AAAAAAAABJk\/tqg9fI7JGZI\/s150-c\/_MG_1968.JPG\" alt=\"_MG_1968.JPG\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a class=\"thickbox\" title=\"Wenn man in Montenegro &quot;gro\u00df&quot; sagt, meint man das auch\" href=\"http:\/\/lh5.ggpht.com\/-WBWcMRC9Nm8\/UCGPWVdGXrI\/AAAAAAAABMY\/oe8Yj2lcTgU\/h700\/P1060264.JPG\" rel=\"5021a0eea2fa0\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Wenn man in Montenegro &quot;gro\u00df&quot; sagt, meint man das auch\" src=\"http:\/\/lh5.ggpht.com\/-WBWcMRC9Nm8\/UCGPWVdGXrI\/AAAAAAAABMY\/oe8Yj2lcTgU\/s150-c\/P1060264.JPG\" alt=\"P1060264.JPG\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a class=\"thickbox\" title=\"Erik genie\u00dft Speis und Trank in Podgorica\" href=\"http:\/\/lh6.ggpht.com\/-kinjUpfMlic\/UCGPRVxjqsI\/AAAAAAAABMY\/K9ekpjDAXcM\/h700\/IMG_2048.JPG\" rel=\"5021a0eea2fa0\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Erik genie\u00dft Speis und Trank in Podgorica\" src=\"http:\/\/lh6.ggpht.com\/-kinjUpfMlic\/UCGPRVxjqsI\/AAAAAAAABMY\/K9ekpjDAXcM\/s150-c\/IMG_2048.JPG\" alt=\"IMG_2048.JPG\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a class=\"thickbox\" title=\"Turm aus der t\u00fcrkischen Zeit in Podgorica\" href=\"http:\/\/lh5.ggpht.com\/-9vRFhjkuncc\/UCGPVDZvh6I\/AAAAAAAABMY\/3WpgXlnuU64\/h700\/P1060265.JPG\" rel=\"5021a0eea2fa0\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Turm aus der t\u00fcrkischen Zeit in Podgorica\" src=\"http:\/\/lh5.ggpht.com\/-9vRFhjkuncc\/UCGPVDZvh6I\/AAAAAAAABMY\/3WpgXlnuU64\/s150-c\/P1060265.JPG\" alt=\"P1060265.JPG\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>[\/pe2-gallery]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da waren wir also &#8211; Belgrad. 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