Sprachenkampf

Wir beide sprechen – zumindest in der Theorie – Russisch. Und damit konnten wir uns in Tschechien und der Slowakei einiges zusammenreimen. Ungarn stellt uns vor vollkommen neue Herausforderungen. Herleiten kann man hier gar nichts, verstehen tut man noch weniger und Englisch kann auch nur jeder Fünfte. Aber es geht auch so: alles was mit Zahlen zu tun hat, zeigt man auf dem Taschenrechner und der Rest geht mit Händen und Füßen – Tschaka!

Camping in Budapest

Bratislava entlässt uns mit einem kleinen Fußmarsch (der mit unserem Kampfgepäck – gewachsen durch das gute Wetter: lange Hosen, Regenjacke, Pullover und feste Schuhe sind jetzt verpackt – doch etwas belastend war) und mit nur 30 Minuten Verspätung kam unser Zug dann in Bratislava hlavni stanica an – wir quetschten uns mit sicher über hundert Wartenden in den recht vollen Zug und fanden gerade noch so einen Platz. Die Fahrt war eher unspektakulär und in Budapest fanden wir dafür ganz spektakulär schnell einen Zeltplatz der uns für 5700ft aufnahm.
[pe2-gallery class=“alignleft“ ] P1040213.JPGP1040223.JPGP1040224.JPG[/pe2-gallery]Die Metrolinie 3 (beim Metrofahren fällt auf: Kontrollen an jeder Ecke) nutzen wir dann zum Erreichen der Innenstadt. Und schon wieder ein echtes Highlight: Nach Prag und Bratislava nun Budapest: Sehr schön hergerichtet und sehr sehr sehenswert – und irgendwie ganz anders als die vorhergegangen Städte. Alles ist größer und weitläufiger, als das doch recht kleine Bratislava.
Und weil wir uns ja auch etwas gönnen wollen, besuchten wir eine der berühmten Budapester Thermen, deren Name aber (wie alles hier) zu unaussprechlich ist, als dass ich ihn hier nennen möchte/könnte. Und es hat sich gelohnt – Entspannung und Sightseeing in einem.
Zum Abendbrot gab es Gulaschsuppe (aus der Knorrtüte) verfeinert mit Kartoffeln (drei an der Zahl, geschält von mir persönlich) und als Beilage Würstchen mit Brötchen (achso: und Schokopudding zum Dessert).
Die Dusche hier ist zwar alles in allem akzeptabel sauber, aber man zieht sich hier unmittelbar neben dem Pissoir um – was eher gewöhnungsbedürftig ist.

P.s.: Das Beste hab ich ganz vergessen – das große Suzuki Swift Tuning Treffen(SSTT) ist in der Stadt. Das Bild (das wir bald nachreichen) spricht für sich ;)

Nothalt Bratislava

P1040200.JPG Als wir am morgen nach einer sehr erholsamen, aber vom Schnarchen der (mitunter ordentlich angetrunkenen) Zimmergenossen (einer schlief sogar in Jeans und T-Shirt) gepraegten Nacht aufwachten, mussten wir feststell, dass unser fantastischer Plan nach Budapest zu fahren zum Scheitern verdammt war – Fahrzeit 7 Stunden (trotz reservierungspflichtigem „Schnellzug“ Eurocity). Notloesung: Bratislava – das sind nur 4 Stunden Fahrt. Wir quetschten uns also in den recht vollen Zug und erkaempften uns unsere reservierten Plaetze in einem 6er-Abteil. Kurz darauf kaempften sich 4 weitere Interrailer(innen) aus Irland in das Abteil. Sie vertrieben die anderen Gaeste die nicht reserviert hatten und nahmen neben uns Platz. Die Fahrt war lang, teilweise lustig (wir koennen  Englisch – die kein Deutsch, sie spielten seltsame Kartenspiele und „Guess who am I“) und wir lernten auch die weichen, gepolsterten Sitze tun irgendwann weh.
Bratislava praesentierte sich dann bei unserer Ankunft als ziemlich heruntergekommen – aber der erste Eindruck taeuschte, denn der Bahnhof befindet sich am hintersten Ende der Stadt – die dort stark vom sozialistischen Wohnungsbau gepraegt ist.
Wir feilschten dort ein wenig mit einigen „Agents“ und schon hatten wir ein Hostel und eine kostenlose Taxifahrt dorthin. Obwohl das etwas unheimlich war. Es ging aber alles gut (der Taxifahrer fuhr wie ein Berserker und hatte die seltsame Angewohnheit Gas zu geben und dann in den Leerlauf zu wechseln und den Rest zu Rollen) und wir checkten ein. Das Hostel bezahlte den Taxi-Guy und alle waren gluecklich.
Die Innenstadt war schnell gefunden und zeigte wie schoen eine Stadt sein kann. Gepflegte, frisch restaurierte Gebaeude und auch immer wieder modernere Architektur: Man hat den Eindruck von der Slowakei als aufstrebendes Land. Wir ueberquerten die „Novy most“, kletterten auf die Festung und tranken Bier auf einer weiteren Bruecke. Netter Tag

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