100 Meter Fußbad und 26 kleine Imbisse

Und schon wieder so ein Tag, an dem wir mehr erlebt und gesehen haben, als ich aufschreiben kann. Wir sind mit einer Fähre auf eine Vulkaninsel gefahren, haben bei 34°C ein 100m langes, heißes Fußbad genossen, haben im Bus ein Rubbelticket erworben und viel erfahren über kleine Mandarinen und riesige Rettiche (die größten der Welt!). Ich beschränke mich trotzdem auf eine kurze Beschreibung unseres festlichen Abendessens.

Wo wir essen möchten, haben wir schon am Vortag bei einem ersten Stadtrundgang herausgefunden. Obwohl es überall in der Stadt sehr verlockende Restaurants, Imbisse und Kneipen gibt, stach uns die kleine Ansammlung von Imbissen und Minirestaurants sofort ins Auge.

26 kleine Lädchen teilen sich ein Areal nahe des (Haupt-)Bahnhofs „Kagoshima-Chuo“. Sie haben jeweils ein kleines Stübchen mit Tresen hinter dem man dem Koch zuschauen kann und einige wenige Sitzplätze draußen in den kleinen, buntverzierten Gängen. Mehr als 10-15 Sitzplätze gibt es nirgends. 

Nach einer kurzen Sondierungsrunde nahmen wir im Restaurant Nummer 24 Platz. Auf den Bildern des Flyers war leckeres Fleisch abgebildet und das wollten wir probieren. Wir bestellten: 2 Bier, 1 x eingelegte Pilze, 1 x Kartoffeln, 1 x Schweineschulter und 1 x Koberind. Wir erhielten: 2 Bier, 1 Schälchen lecker angemachter Pilze (die wir so niemals sammeln würden), 1 Schälchen Bratkartoffeln mit sehr leckerem, grünen Dip, eine kleine, gußeiserne Pfanne medium-gebratenem Schweinefleisch auf (ebenfalls angebratenem) Weißkohl und ganz fantastisches, saftiges medium-gebratenes Rindfleisch mit Süßkartoffelstückchen und Wasabidip. Ein Gedicht!

Der Hunger war gestillt, aber ein gewisser Appetit und vor allem eine gewisse Neugier war noch übrig. Stand Nummer 11 sah gut aus, hatte einen Platz frei und schon saßen wir dort und bestellten: 1 Glas Weißwein (sehr lecker, leider auch sehr warm), 1 Glas Shochu-Cocktail (ein lokaler Kartoffelschnaps, gemischt als Lemon Sour) und je eine Portion Gyoza (~ asiatische Maultaschen) mit unterschiedlichen Füllungen. Hier hatten wir zwar kein Gourmet-Aha-Erlebnis, aber waren trotzdem sehr zufrieden. Und leicht angeschwippst. 

Wie üblich lohnt sich ein Blick ins Lisas Tagebuch, die diesmal aber nur FAST alle Erlebnisse aufgeschrieben hat. Wenn dieser Artikel mehr als 3 Kommentare von Euch bekommt, ergänze ich die Geschichte mit dem schönen Titel „Nice to see you again“.

Weitere Eindrücke unserer Reise:

2 Kommentare

  1. Auf den Bildern der letzten Tage sehe ich, sofern ihr zwei ohne Sonnenbrille seid, dass sich eure Augen schon etwas zu messerscharfen Schlitzen verengt haben. Das liegt sicher an der japanischen Küche ;o)

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