Überdimensionale Hornkühe

Eine Sache fehlte diesem Urlaub noch: Eine ausgiebige Wanderung.

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Nach Frühstück in der Unterkunft (im Preis enthalten) fuhren wir auf einem kleinen Umweg aus Helsingborg heraus und gen Norden auf die Halbinsel Kullen. Im Örtchen Mölle, wo auch Kaiser Wilhelm mal im Urlaub war und vor über Hundert Jahren der heute zum Standard gewordene „Sittenverfall“ (gemeinsame Badehäuser für Männer und Frauen) begann, parken wir und folgten dem roten/orangen Markierungen durch den Wald.

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Es war ein wunderbarer Weg. Durch den dichten Wald des nahezu unangetasteten Naturreservates, am Golfplatz vorbei, felsige Anstiege nach oben, über weite Weideflächen und grüne Wiesen ging es dem Leuchtturm an der Spitze der Halbinsel entgegen – das Meer ständig im Blick.

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Immer wieder bogen wir vom markierten Weg ab und kraxelten auf Felsen, in kleine Buchten, zu einer der zahlreichen Grotten und und und… deshalb benötigten wir für den Weg zum Leuchtturm deutlich mehr als die veranschlagten 1,5 Stunden.

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Unterwegs trafen wir einige andere Wanderer, vor allem aber überdimensionale Hornkühe – eine Beschreibung wir sie nur vorn Lisa kommen kann. In Wahrheit waren diese Monster für Kühe eher klein und ausgesprochen harmlos. Sie gingen brav vom Weg als wir kamen, ließen sich fotografieren und taten so, als wären wir gar nicht da.

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Bevor wir dem blauen Weg folgend auf der anderen Seite der Halbinsel zurück liefen, rasteten wir kurz beim Café am Leuchtturm, frischten unsere Wasservorräte auf und aßen eine Kleinigkeit.

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Vorbei an den Parkplätzen für die alten oder faulen Touristen (die die bis an den Leuchtturm fahren und dabei die Schönheiten des Wanderwegs übersehen) wanderten wir zurück. Wir stoppten kurz in einer einsamen Bucht, erreichten dann aber doch, nach über 6 Stunden, unser Auto.

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