(Fast) Hamlet

Inzwischen sind wir richtig gut darin, das Zelt abzubauen. Obwohl es schon wieder stürmte, war es in wenigen Minuten, mit geübten Handgriffen eingepackt.

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Der halbe Zeltplatz (schwedische Dauercamper, viele Deutsche, ein paar Pfadfinder und eine Gruppe Jugendlicher, die eine Art Feriencamp zu besuchen schienen) schlief noch, als wir mit unserem Auto langsam vom Gelände rollten. Den Hügel hoch, am Tierpark vorbei und ab nach Helsingborg. Auf der Karte ist es etwa genauso weit von Höör entfernt wie Ystad, aber es gibt keine direkte Verbindungsstraße. Lisa lotste mich also mit der Karte* in der Hand im Zick-Zack-Kurs nach Helsingborg.

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Dort hörte die elegante Fahrt auf und wir verirrten uns heillos in der Helsingborger Rush Hour. Wir schlugen mehrere Haken und verließen die Stadt auf dem Weg, auf dem wir sie befahren hatten. In einem bekannten amerikanischen Schnellrestaurant machten wir einen Plan. Und der wsr ziemlich simpel: Auf zu IKEA!

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Dort kauften wir einen Block, eine Tafel Schokolade und aßen Hotdogs und Kanelbullar bevor wir uns wieder in Stadt wagten. Diesmal mit zurechtgelegter Route fanden wir das Hostel und passend dazu einen schönen Parkplatz. Check-in war leider erst ab 15 Uhr möglich, also nutzen wir die Zeit für eine Stadtbegehung.

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Unser erster Eindruck war ja eher so … naja: Beton, viel Verkehr, großer (Güter- und Fähr-)Hafen, wenig grün. Wenn man aber die Innenstadt findet, ist man positiv überrascht: Schicke Gassen, eine Festung, ein hübsches Rathaus, ein edler Yachthafen (den wir eisessend besuchten), großartige Architektur UND der Blick auf Hamlets Schloss (das Vorbild für das von Shakespeare beschriebene sein soll und natürlich in Dänemark steht. Der Öresund ist hier am schmalsten und man kann die Stadt auf der dänischen Seite sehr gut erkennen). Helsingborg lohnt sich.

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Es folgten: Check-in in unsere Edelunterkunft (eine in die Jahre gekommene Jugendherberge mit reichlich Fototapete) – wir haben einen private room (mit Karibiktapete), Spaziergang zum Supermarkt und Åbendessen. Und das direkt bei Hamlet. Naja: Fast.

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*die Karte ist mein Tablet auf dem Google Maps läuft. Die entsprechenden Offlinekarten hatte ich bereits gespeichert und so konnte Lisa ganz entspannt unserem GPS-Punkt dabei zusehen, wie er durch Schweden gurkte und mich korrekt navigieren.

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