Palace mit ohne WLAN

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Es ist wieder soweit: Wir sind unterwegs. Bereits gestern ging es nach Berlin und nach einem kurzen Stop in unserer Wohnung fuhren wir mit der S-Bahn zum Flughafen Schönefeld. Check-in, Gepäck aufgeben, Sicherheitskontolle – und schließlich hoben wir mit kurzer Verspätung und ein bisschen Bammel in unserer AirLingus Maschine ab. So weit, so ereignisarm (bezüglich des Fluges war das auch ganz gut so).

Dublin begrüßte uns mit leichter Bewölkung, aber angenehmen 24°C. Es war leichter als erwartet den Bus der Linie 16 in Richtung Centre zu finden. Schwieriger war es aber die richtige Haltestelle auszumachen, in deren Nähe das schon gebuchte Hostel liegen sollte. Der Name der Station war uns zwar durchaus bekannt, aber in irischen Bussen werden diese nicht durchgesagt oder angezeigt. In Irland ist es übrigens auch üblich, dass Busse nur dann anhalten, wenn man ihnen winkt. Und Wechselgeld gibt es auch nicht: Wer nicht passend zahlt, bekommt zu seinem Ticket einen Coupon über den Differenzbetrag und kann den im Büro der Nahverkehrsgesellschaft einlösen. Wie dem auch sei: Wo wir aussteigen müssen, oder wo genau der Bus überhaupt entlang fährt, war uns gänzlich unbekannt. Deshalb war es sehr zu unserem Vorteil WLAN im Bus zu haben (Schau her Deutschland: freies WLAN im Linienbus, statt schlechtem Bezahlinternet im ICE!), so konnten wir uns selbst auf einer Karte nachverfolgen. Doch plötzlich war Schluss. Einfach so. Ein Mann kam und bat uns, in einen anderen Bus zu steigen, da mit unserem irgendetwas nicht in Ordnung war. Da wir von unserem Hostel allerdings nicht mehr wir entfernt waren, beschlossen wir, den Rest einfach zu laufen.
Recht problemlos fanden wir Paddys Palace, unser schickes Hostel im Herzen Dublins. Es ist keine Luxusunterkunft, aber wir haben nicht nur ein paar Cent gespart (kein Wechselgeld), sondern auch ein Vier-Mann-Zimmer, statt des gebuchten 10-Mann-Zimmers bekommen. Und bis jetzt ist es auch noch komplett unseres. Vielleicht bleibt das ja so…

_MG_8027Nur wenige Minuten später begannen wir das Zentrum zu erkunden. In Flipflops und T-Shirt musste erstmal etwas zu essen her. In einer Art Kiosk – in Berlin hätte man es wahrscheinlich Späti genannt – bestellten wir uns jeweils ein Baguette mit Chicken, Salat, Tomate, sowie Mayonese UND Butter. Klingt komisch, war auch komisch. Aber passt hier irgendwie her. Nachdem wir uns gestärkt fühlten, entdeckten wir gleich die erste Sehenswürdigkeit: das Trinity College, eine der ältesten Universitäten Europas. In einem kleinen Park direkt auf dem Campus beobachteten wir Leute und Tauben. Danach schlenderten wir durch das Shoppingviertel von Dublin. In den engen Gassen herrschte eine tolle Atmosphäre, obwohl es durch starken Verkehr und viele Menschen manchmal überlaufen wirkte.
Eine große gotische Kirche erregte unser Interesse, stellte sich aber als Touristeninformation heraus. Etwas enttäuscht konnten wir immerhin einen kostenlosen „City-Guide“ abstauben, den wir auf einer Bank vor dem Dublin Castle studierten und auf dessen viel zu kleiner Karte wir dann zahlreiche Attraktionen markierten.
Mit mittlerweile etwas müden Füßen zogen wir noch eine letzte Runde durch die Altstadt. Im Park neben der St.Patricks Cathedral legten wir uns auf die Wiese, genossen den Sonnenschein (!) und beobachteten das bunte Treiben um uns herum._MG_8044
Dass das Wetter hier wirklich wechselhaft sein kann, lernten wir auf dem Heimweg: Nieselregen, Wind und Sonnenschein wechselten sich im Minutentakt ab. Im Tesco, gleich in der Nähe des Hostels, kauften wir uns einen fertigen Salat, zwei Brötchen, eine Packung Milch und neun Milchbrötchen in einer Acht-Milchbrötchen-Packung (WAHNSINNSSCHNÄPPCHEN!!!) – unser Abendbrot. In der Küche vertilgten wir das Gekaufte, zogen anschließend um auf das Sofa in der Lobby und ärgerten uns über das schlechte WLAN, was uns daran hinderte, Bilder für diesen Artikel hochzuladen… Folgen aber noch! Das kaputte Internet (was auf dem Zimmer im Dachgeschoss auch überhaupt nicht funktioniert) hat uns übrigens so frustriert, dass wir uns nicht lange aufs Schreiben konzentrieren konnten. Dieser Artikel ist somit in Zusammenarbeit von Paul und Lisa entstanden. Qualität der Texte steigt demnächst!

Update: jetzt bebildert! ;)

2 Kommentare

  1. Winke, winke. Der Start war doch nicht schlecht; wir sind gespannt wie ein Flitzbogen auf alles, was so passiert – 0&0

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