Nächster Halt: Botswana!

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Unser Urlaubsziel für das Jahr 2016 ist Botswana, ein friedliches Binnenland mittig im südlichen Afrika. Mit Südafrika im Süden, Simbabwe im Osten, Namibia im Westen und einem Zipfelchen Sambia im Norden ist es von vier Ländern umgeben. Botswana hat etwas mehr als 2 Millionen Einwohner, ist flächenmäßig ungefähr so groß wie Deutschland und Großbritannien gemeinsam und hat damit die faszinierende durchschnittliche Bevölkerungsdichte von etwa 3 Einwohnern pro Quadratkilometer.

Gesprochen wird hauptsächlich Setswana, fast alle Batswana verstehen und sprechen jedoch auch Englisch, die offizielle Amtsprache.* Die dominierende Religion des Landes ist das Christentum, örtliche traditionelle Glaubensrichtungen spielen aber noch eine große Rolle.

Seit 1966 (also 50 Jahren) ist Botswana unabhängig und gilt als eine der Musterdemokratien Afrikas. Das Land profitiert von seinem Reichtum an Diamanten und investiert (zumindest entnehme ich das den Texten, die ich bisher dazu gelesen habe) diese Einnahmen zunehmend in Infrastruktur, Bildung und Gesundheit.

Zu den großen Problemen des Landes gehört – neben der hohen Arbeitslosigkeit und der Abhängigkeit vom Bergbau – mit Sicherheit die AIDS-Rate: Bei Erwachsenen Batswana beträgt diese circa 18,5 Prozent. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt zwischen 55 und 60 Jahren.

Weitere starke Wirtschaftszweige neben dem Diamantenbergbau sind Rinderzucht und Tourismus. Bei Letzterem fährt die Regierung einen „low volume, high profit“ Kurs – und versucht damit die natürlichen Schätze des Landes zu schützen.

Botswana hat tatsächlich viel tu bieten: Große Schutzgebiete und Nationalparks, riesige Elefantenpopulationen, die größte Salzpfannenlandschaft der Welt, das an Flora und Fauna reiche Okavango Delta, die Leere der Kalahariwüste und vieles mehr. Und das ist, was wir uns in den kommenden Wochen anschauen möchten.

Unterwegs sind wir mit einem (in Johannesburg angemieteten) Allradfahrzeug – dem unzerstörbaren Toyota Hilux. Unser Modell wurde erhöht, hat einen zusätzlichen Unterbodenschutz, verstärke Federung, eine große, massige Stoßstange, Offroadbereifung und Low Range Gears. Auf dem Dach haben wir ein Dachzelt der Marke Eezi Awn, zu unserem Gepäck gehören zusätzlich noch zwei gelbe Sandleitern, ein Kühlschrank (betrieben mit Doppelbatteriesystem), 2 Gaskocher, Töpfe, Besteck, Teller, … . Wir sind also gut ausgerüstet.

Unsere Erlebnisse präsentieren wir in diesem Jahr etwas anders. Ihr erhaltet – immer wenn wir vernünftiges Internet haben – einen Einblick in Lisas Reisenotizen** und – wenn das Internet richtig gut ist – auch ein paar Bilder dazu. Wir pflegen zudem eine Karte auf der unsere Route nachvollziehbar ist. Die findet Ihr in der Sidebar und hier.

So. Das wars fürs Erste!

* Mula, einer unserer Guides im Mokolodi Nature Reserve erzählte uns, dass man Englisch bereits in der Grundschule lernt und vor allem als Schriftsprache nutzt – Setswana lässt sich gut sprechen und verstehen, schreiben kann man es aber weniger gut, erklärte er.

** Ein besonderer Dank für diese Idee geht an meinen Opa Robert Seifert, der eben diesen Einblick in die Reisenotizen angeregt hat. Fehler in diesen Notizen, das soll ich von Lisa ausrichten, werden aus ästhetischen Gründen nicht korrigiert.

Irland und UK 2014 – Here we go!

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Neues Jahr, neuer Urlaub. Auch 2014 verreisen wir wieder und diesmal geht es weder in den Osten, noch in den Süden. Wir schauen uns Europas Nordwesten genauer an und verbringen 26 Tage auf den britischen Inseln.

Wir fliegen nach Dublin, bleiben dort zwei Tage und werden dann etwa eine Woche lang durch Irland fahren. Meine ersten Recherchen (ich habe mich über Verkehrswege und -mittel belesen) haben ergeben, dass man dort im Zuge von Privatisierung und Co alle unrentablen Bahnstrecken gestrichen hat. Ein Blick auf die Streckenkarte zeigt die teils völlig absurden Folgen: So gut wie alle Linien führen nach Dublin und es gibt im Prinzip ein nördliches und ein südliches Schienennetz, die nach meinem Verständnis NICHT miteinander verbunden sind. Der einzige Ort, an dem man von einem in das andere kommen kann, ist Dublin und auch dort muss man erst von einem Bahnhof zum anderen gehen (Ich vermute [und hoffe es für die irische Bahngesellschaft] das es trotzdem eine Verbindung gibt – konnte sie aber bisher in keinem Strecken- oder Fahrplan finden).

Von Irland setzen wir mit der Fähre nach Großbritannien über (wahrscheinlich Wales), und fahren dort eine kleine Runde, die in oder bei London enden wird, da wir von Heathrow zurück gen Heimat fliegen.

Und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass das eine nicht ganz billige Angelegenheit wird, freue mich aber trotzdem wie verrückt.

 

Dankeschön!

Wir sind wieder zuhause und möchten uns ganz herzlich bei euch allen bedanken: Danke an alle Leser und Kommentatoren – es war eine Freude und Ehre für euch zu schreiben; danke natürlich auch an alle, die wir auf unserer Reise kennengelernt haben, allen voran unserer Reisegruppe von der Fahrt nach Danzig: Gaby, Tilo und unser lieber Dolmetscher; danke auch an die, die an uns gedacht und/oder uns unterstützt haben – hier ist besonders Julien zu nennen, der unsere Gefahrenstelle gebaut*, und, während wir mit Reisen beschäftigt waren, in Schuss gehalten hat.
Um es kurz zu machen: Danke an alle, die in irgendeiner Form zu diesem großartigen Erlebnis beigetragen haben – danke!

Lisa und Paul

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Ein Bahnhofsplanet

*er hat sich tapfer meine (Pauls) Pläne angehört und mich (Paul) bei der Umsetzung maßgeblich unterstützt. Ohne ihn wäre hier Vieles nicht möglich.